06:47 06 Dezember 2019
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    Eine israelische F-35 bei der internationalen Übung „Blue Flag” am 11. November 2019

    „Gute Übung für zukünftige echte Kriege“: Westliche Staaten üben in Israel Vorgehen gegen S-400

    © REUTERS / AMIR COHEN
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    Am Samstag sind die Militärmanöver „Blue Flag“ in Israel, an denen auch deutsche Kampfjets teilnahmen, zu Ende gegangen. Am letzten Tag wurden dabei nicht nur Luftschläge trainiert, sondern auch das Agieren gegen russische S-400-Systeme, die bei der Übung von westlichen Patriot-Systemen imitiert wurden.

    Wie das Portal „Breaking Defense“ berichtet, übte die israelische Luftwaffe am Samstag zusammen mit ihren westlichen Partnern auf dem Luftwaffenstützpunkt Uvda in der Wüste Negev, weniger als 160 Kilometer vom Gazastreifen entfernt, die abschließende Etappe der internationalen Manöver „Blue Flag“.

    Während dieser Manöver hatten israelische, US-amerikanische, deutsche, italienische und griechische Kampfjets, darunter die neusten F-35, tagelang Luftkämpfe und Luftangriffe gegen simulierte Luftverteidigungen geübt.

    ​Manöver während Krieg herrscht

    Wie das Portal betont, liefen die Manöver praktisch zeitgleich zu echten Kampfhandlungen und Bombardements, die die israelische Luftwaffe auf Ziele im Gazastreifen flog.

    „Die Tatsache, dass die israelische Luftwaffe parallel zu ihrer Teilnahme an den Manövern echte Luftschläge gegen Ziele in Gaza durchführen musste, war die beste Demonstration für die Funktionsweise einer fortgeschrittenen Luftwaffe“, lobte sich selbst eine israelische Quelle gegenüber „Breaking Defense“.

    „Die Amerikaner und andere ausländische Piloten konnten einige der Operationen verfolgen, die hochpräzise Schläge gegen Raketenstellungen (der Palästinenser) ermöglichten“, zitiert das Portal weiter.

    Besonders schwer seien in diesem Zusammenhang die Schläge gegen mobile Raketenstellungen gewesen.

    Diese seien vor allem deshalb gelungen, weil die israelische Luftwaffe auch massiv Aufklärungsdrohnen eingesetzt habe, die dauerhaft den Gazastreifen überwachen und Aufnahmen in Echtzeit liefern, sodass schnelle Luftschläge auch gegen mobile Ziele möglich werden.

    Zeitgleich habe man ausländischen Gästen auch zeigen können, wie die Raketenabwehrsysteme Iron Dome funktionieren, die 90 Prozent der in dieser Zeit abgeschossenen palästinensischen Raketen abgefangen hätten.

    Agieren gegen russische S-400

    Insgesamt hätten an den Manövern dutzende israelische Kampfjets teilgenommen, darunter die neusten F-35, sowie 34 ausländische Kampfjets, die mit zahlreichen F-16, sechs deutschen Eurofightern und anderen Flugzeugen vertreten waren.

    Unter anderem hätten die teilnehmenden Jets das Agieren gegen russische Raketenabwehrsysteme S-400 geübt. Diese seien von israelischen Iron Dome und Patriot-Systemen simuliert worden.

    Für Israel hätten diese Übungen eine besondere Bedeutung, da Moskau zahlreiche S-400-Systeme an die Türkei bereits liefere sowie weiteren Nahost-Staaten anbiete. Das Agieren gegen diese fortschrittlichen Abwehrsysteme müsse gelernt sein, so die Logik.

    „Während die israelische Luftwaffe noch nicht mit den S-400 im Kampf konfrontiert war, sind die simulierten Schlachten eine gute Übung für zukünftige echte Kriege“, so das US-Portal abschließend über den Sinn und Zweck der Manöver.

    ng/mt

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    Tags:
    Palästina, Manöver "Blue Flag", Türkei, Russland, USA, Israel, S-400, Raketensystem S-400 Triumph, F-35-Kampfjet, Jagdbomber F-35C (Lockheed Martin), Kampfflugzeug Lockheed Martin F-35 Lightning II