23:44 17 Februar 2020
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    Zwischen Serbien und seiner einstigen Südprovinz Kosovo ziehen neue Spannungen auf. Das seit 2008 unabhängige und hauptsächlich von Albanern bewohnte Kosovo will sein Stromnetz an das des Nachbarlandes Albanien anschließen.

    Ein diesbezügliches Abkommen unterzeichneten Vertreter der Elektrizitätsversorger der beiden Länder in Tirana, berichtete das kosovarische Portal „koha.net” am Montagabend. Belgrad protestierte umgehend.

    Das Abkommen bewirkt, dass sich der kosovarische Stromversorger künftig vom serbischen Übertragungsnetzbetreiber EMS abkoppeln und an den albanischen Netzbetreiber ÜNB anschließen kann. Es soll im April 2020 in Kraft treten.

    Marko Djuric, der Leiter des serbischen Regierungsbüros für das Kosovo, legte scharfen Protest ein.

    „Ein energetisches Groß-Albanien wird es nicht geben”, erklärte er am Dienstag in Belgrad.

    Serbien wirft der Führung der selbst erklärten Republik regelmäßig vor, sich mit Albanien zu einem „Groß-Albanien” vereinigen zu wollen. Serbien betrachtet das Kosovo nach wie vor als eigenes Staatsgebiet.

    Faktisch hatte Serbien 1999 die Kontrolle über seine einstige Provinz verloren, nachdem die Nato mit Luftangriffen in den Konflikt zwischen Serben und Albanern im Kosovo interveniert hatte. Seitdem blockiert Serbien mit russischer Unterstützung alle Versuche des Kosovos, sich internationale Anerkennung zu verschaffen. Zuletzt wurde bekannt, dass immer mehr Länder ihre Anerkennung für die Unabhängigkeit Kosovos widerrufen.

    ng/dpa

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    Tags:
    Albanien, Stromversorgung, Strom, NATO, Konflikt, Russland, Serbien, Kosovo