05:41 22 Januar 2020
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    Der österreichische Schriftsteller Peter Handke ist von Kosovo und der Stadt Sarajevo zur unerwünschten Person erklärt worden. Erst am Dienstag hatte er den Nobelpreis für Literatur erhalten.

    Die selbst erklärte Republik Kosovo sowie die Stadt Sarajevo werfen dem Österreicher vor, eine zu pro-serbische Haltung einzunehmen. Er soll serbische Kriegsverbrechen im Jugoslawien-Konflikt verharmlosen, so ihre Argumentation.

    Daher habe Kosovo ihn zur persona non grata, also zur unerwünschten Person, erklärt, teilte „Außenminister” Behgjet Pacolli via Twitter mit.

    ​Kurze Zeit zuvor hatte auch der Stadtrat Sarajevos diesen Beschluss gefasst.

    Der österreichische Literatur-Nobelpreisträger hatte sich im Jugoslawien-Krieg stark mit Serbien und dessen damaligen Präsidenten Slobodan Milošević solidarisiert. Im Jahr 2006 hatte er zudem bei der Beerdigung des sechs Jahre zuvor gestürzten serbischen Führers Milošević eine Rede gehalten.

    Auszeichnung mit Literaturnobelpreis führt zu Debatten

    Zuvor hatte die diesjährige Auszeichnung von Handke mit dem Literaturnobelpreis zu großen Kontroversen geführt.

    Mehrere Länder, darunter Kroatien, Albanien und die Türkei, verzichteten aus Protest gegen Handke auf die Teilnahme ihrer Botschafter an der Preisverleihung.

    Auch der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan kritisierte Handke am Dienstag heftig und bezeichnete den Österreicher gar als eine „rassistische Person” und als „Mörder”.

    ng/

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    Tags:
    persona non grata, Nobelpreis, Literaturpreis, Literatur, Kosovo, Serbien, Peter Handke