09:43 18 Januar 2020
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    Laut einem anonymen hochrangigen Beamten steht Großbritannien hinter den Maßnahmen, die in Estland gegen die Nachrichtenagentur Sputnik Eesti getroffen werden. Dies sagte er gegenüber der Agentur RIA Novosti am Donnerstag.

    Der Informant verwies darauf, dass Großbritannien in letzter Zeit eine „Reihe aggressiver Maßnahmen gegen russische Medien“ ergriffen hätte:

    „Sie haben einen russischen Reporter gezwungen, London zu verlassen, verweigerten das Visum für die Arbeit eines russischen Journalisten in Großbritannien sowie die Akkreditierung russischer Korrespondenten für verschiedene Veranstaltungen und haben absichtlich Schwierigkeiten für ihre Arbeit geschaffen“, sagte er.

    Auch im Fall der Verfolgung von Sputnik in Estland seien „britische Kuratoren“ die Drahtzieher.

    Diese Tatsachen würde Moskau bei der Entwicklung „symmetrischer Maßnahmen gegen britische Medien in Russland“ berücksichtigen.

    Druck auf Sputnik Eesti

    Letzte Woche wurde bekannt, dass die Behörden in Estland Mitarbeitern von Sputnik Eesti mit Strafverfolgung gedroht, hatten wenn sie vor Jahresbeginn 2020 ihren Job für die Mediengruppe „Rossiya Segodnya“ nicht aufgeben. Laut dem Pressedienst der Mediengruppe erhielten die Journalisten von der estnischen Polizei und dem Grenzschutz „direkte Androhungen“ von Strafverfahren. Begründet wurde dies mit den Sanktionen, die die EU am 17. März 2014 im Hinblick auf die damaligen Ereignisse in der Ukraine gegen Einzelpersonen und Unternehmen verhängt hatte.

    „Rossiya Segodnya“  stufte die Handlungen Estlands als „himmelschreiende Willkür“ ein und wollte die UN, die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), den Europarat, die UNESCO und den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) auffordern, diese „beispiellose Verletzung der Meinungsfreiheit“ gebührend einzuschätzen und Maßnahmen zum Schutz der Rechte der Journalisten auf die Ausübung ihrer beruflichen Funktionen zu ergreifen.

    Der OSZE-Beauftragte Harlem Desir verurteilte die Maßnahmen gegen Sputnik als „unnötige Einschränkungen” und richtete einen entsprechenden Brief an die estnischen Behörden.

    msch/sb/sna

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    Russland, Meinungsfreiheit, Medienhetze, Medienvielfalt, Medien, Großbritannien, Sputnik Estland, Estland