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    Nach der Tötung des iranischen Top-Generals Qassem Soleimani in Iraks Hauptstadt Bagdad haben die dortige US-Botschaft sowie das US-Außenministerium am Freitag ihre Staatsbürger zur sofortigen Ausreise aufgerufen.

    „Aufgrund der zunehmenden Spannungen im Irak und in der Region fordern wir die US-Bürger nachdrücklich auf, den Irak unverzüglich zu verlassen. Wegen der von Iranern unterstützten Angriffe auf das Gelände der US-Botschaft werden alle konsularischen Operationen ausgesetzt. US-Bürger sollten sich nicht der Botschaft nähern“, hieß es auf der Twitter-Seite des Büros für konsularische Angelegenheiten des US-Außenministeriums.

    ​Auch die Botschaft selbst veröffentlichte eine Warnung. In einer Erklärung empfahl sie den US-Bürgern im Irak, das Land mit einem Flugzeug zu verlassen. Wenn dies nicht möglich sei, sollten sie versuchen, sich über den Landweg in ein benachbartes Land zu begeben. Von Reisen in den Irak wurde ebenso abgeraten.

    Tötung von Soleimani

    Die Lage in der Nahost-Region hat sich rasch zugespitzt, nachdem US-Militärs in der Nacht zum Freitag den iranischen Top-General Qassem Soleimani sowie mehrere Mitglieder von schiitischen Milizen durch einen Drohnenangriff getötet hatten.

    Qassem Soleimani (Archiv)
    © AP Photo / Office of the Iranian Supreme Leader
    Das Pentagon bestätigte den Einsatz und rechtfertigte ihn damit, der General der Al-Kuds-Brigaden hätte aktiv Pläne zu Angriffen gegen US-Diplomaten entwickelt und sei für den Tod Hunderter Amerikaner und Verbündeter verantwortlich.

    Der Iran missbilligte die US-Militäroperation als Terrorismus, sein oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei drohte den USA mit schwerer Rache. Auch der Irak verurteilte die Tötung von Soleimani. Die Uno erklärte, dass die Operation höchstwahrscheinlich rechtswidrig gewesen sei. Der Einsatz von Drohnen für gezielte Tötungen sei fast nie rechtmäßig, erklärte UN-Sonderberichterstatterin Agnès Callamard.

    msch/sb/sna/dpa

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    Tags:
    Bagdad, Iran, Irak, USA