10:53 26 Januar 2020
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    Massive Eskalation in Nahost nach Mord an Soleimani – Alle Entwicklungen (67)
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    Die USA haben mit einem Raketenangriff den Kommandeur der iranischen Kuds-Brigaden, Qassem Soleimani, in der Nacht zum Freitag nahe dem Flughafen der irakischen Hauptstadt Bagdad getötet. Das Vorgehen führte zu scharfer Kritik rund um den Globus. Nun hat sich Außenminister Mike Pompeo zu dem Angriff geäußert.

    Laut Pompeo wollen die USA keinen Krieg mit dem Iran. Washington würde auf Deeskalation setzen, so Pompeo. Zugleich relativierte der US-Außenminister seine eigenen Worte.

    „Aber wir werden nicht dastehen und zusehen, wie das Leben von US-Bürgern in Gefahr ist”, sagte er am Freitag dem US-Fernsehsender Fox News.

    Das Risiko, gegen den Iran nichts zu unternehmen, sei enorm gewesen. Der Angriff auf Soleimani sei daher nach US-Argumentation „rechtmäßig” gewesen. Auf CNN sagte Pompeo, es bestehe kein Zweifel, dass die Tötung Soleimanis das Leben von US-Bürgern gerettet habe.

    Auf die Frage, ob es Drohungen des Irans gegen das Territorium der USA gegeben habe, antwortete Pompeo, es habe Drohungen gegen die USA im Nahen Osten gegeben.

    Laut dem Pentagon verkündete Pompeo zudem etwas später, dass die Trump-Regierung entschlossen sei, überall in der Region „die amerikanischen Interessen, Mitarbeiter, Einrichtungen und Partner zu schützen”.

    Raketenangriff auf Soleimani

    Soleimani, der Kommandeur der iranischen Al-Kuds-Brigaden, war in der Nacht zum Freitag bei einem US-Raketenangriff nahe dem Flughafen der irakischen Hauptstadt Bagdad getötet worden. Das US-Verteidigungsministerium teilte mit, der Angriff sei auf Anweisung von Präsident Donald Trump erfolgt, um weitere Angriffe auf US-Diplomaten und Einsatzkräfte zu verhindern.

    Der Iran kündigte bereits Vergeltung an.

    Neben Soleimani sollen bei dem Angriff auch mehrere weitere Offiziere der iranischen Revolutionsgarden getötet worden sein.

    Die USA erklärten, dass es sich bei dem Raketenangriff um „entschlossene Verteidigungsmaßnahmen“ gehandelt hätte, um das „US-Personal im Ausland zu verteidigen“.

    Soleimani soll nämlich „Pläne aktiv entwickelt“ haben, um „US-amerikanische Diplomaten und Einsatzkräfte im Irak sowie in der gesamten Region zu attackieren“, so das US-Verteidigungsministerium.

    ng/Reuters

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    Raketenangriff, Raketenanlage, USA, Irak, Iran, Qassem Soleimani