19:07 25 Januar 2020
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    Massive Eskalation in Nahost nach Mord an Soleimani – Alle Entwicklungen (67)
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    Das Mitglied der Kommission für nationale Sicherheit und internationale Politik im Parlament des Irans, Seyyed Hossein Naghavi, und ein weiterer Vertreter des iranischen Parlaments, Heshmatullah Falahatpisheh, haben gegenüber Sputnik Iran den tödlichen US-Angriff auf den iranischen Top-General Qassem Soleimani kommentiert.

    Am Freitagabend findet laut Naghavi eine Sondersitzung der Kommission statt, die dem Tod von Soleimani – dem Kommandeur der iranischen Al-Kuds-Brigaden, der Eliteeinheit der Revolutionsgarde – gewidmet sein werde.

    „Nach dem Märtyrertod Qassem Soleimanis müssen die Amerikaner verstehen, dass ihr Verbrechen nicht unbestraft bleibt und dass der Nahe Osten für sie nie mehr sicher sein wird wie auch keines ihrer Zentren in der islamischen Welt“, sagte der Abgeordnete gegenüber Sputnik Iran.

    Er dankte der russischen Regierung für ihre Reaktion auf das Geschehnis und bezeichnete die US-Handlungen als „Terrorakt“, auf den Washington eine „vernichtende Antwort“ erwarten sollte.

    „Mit diesem Schritt haben die Amerikaner sich das Ende ihrer eigenen Einmischung und ihres Einflusses in der Region gesichert.“

    „Aberwitziger Schritt“ Trumps

    Laut Heshmatullah Falahatpisheh, dem ehemaligen Chef der Kommission für nationale Sicherheit und internationale Politik im iranischen Parlament, war die Operation Washingtons gegen Soleimani „aberwitzig“.

    „Dieser Schritt seitens der US-Führung und persönlich (des US-Präsidenten – Anm. d. Red.) Donald Trump kann als aberwitzig bezeichnet werden.“

    Der getötete General sei „nicht nur eine Führungspersönlichkeit, sondern auch ein nationaler Held“ gewesen. Viele, die vor den Untaten des „Islamischen Staates“* gerettet worden seien, sollten Soleimani dafür danken.

    „Nun werden die US-Interessen in der islamischen Welt bedroht sein. Und gar nicht durch die Islamische Republik Iran, sondern weil Qassem Soleimani sowohl im Iran als auch in den an seiner Grenze liegenden Staaten ein Held war. Er hat der US-Ausgeburt in der Region – dem IS – entgegengestanden.“

    Die Handlungen Trumps „gefährden die US-Interessen in der islamischen Welt“. Hinsichtlich der Bestimmungen internationaler Regeln könne der Schritt Washingtons als Start eines Krieges gegen Teheran betrachtet werden.

    „Natürlich wird Irans Außenministerium in erster Linie diese Frage in Rahmen internationaler Abkommen und Normen betrachten. Das Wichtigste ist aber, welche Entscheidung der Nationale Sicherheitsrat des Landes im Zusammenhang mit diesem Geschehnis treffen wird.“

    Der Tod von Qassem Soleimani

    Der Kommandeur der iranischen Kuds-Brigaden, der Eliteeinheit der Revolutionsgarde, ist in der Nacht zum Freitag getötet worden. Außer ihm sind elf weitere Personen, darunter der stellvertretende Leiter der schiitischen Milizen des Iraks, „Al-Haschd asch-Schabi“, Abu Mahdi al-Muhandis, ums Leben gekommen.

    USA übernehmen Verantwortung

    Das Pentagon bestätigte, dass der Angriff auf den Flughafen in Bagdad von US-Präsident Donald Trump genehmigt worden sei.

    Qassem Soleimani habe in den vergangenen Monaten Angriffe auf Stützpunkte von US-Verbündeten gesteuert und auch die gewaltsamen Proteste an der US-Botschaft in Bagdad gebilligt, hieß es vonseiten Washingtons.

    Teheran droht mit Vergeltung

    Irans oberster Führer, Ajatollah Ali Chamenei, und der Präsident Hassan Rohani drohten wegen der Tötung Soleimanis den Vereinigten Staaten schwere Rache an. Der iranische Verteidigungsminister Amir Khatami hat eine „vernichtende Antwort“ auf den Tod des Generals versprochen.

    *eine Terrororganisation, in Deutschland und Russland verboten

    mo/mt/sna

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    Qassem Soleimani, USA, Iran