19:12 29 Oktober 2020
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    Die USA entsenden „vorsorglich” fast 3.000 zusätzliche Soldaten aus der 82. Luftlandedivision in den Nahen Osten. Dort sollen sie amerikanische Einrichtungen vor Bedrohungen schützen, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters mit Verweis auf anonyme US-Beamte.

    Demnach hätten die Beamten unter der Bedingung der Anonymität gegenüber Reuters ausgesagt, dass sich die Truppen den rund 750 Soldaten anschließen würden, die bereits Anfang dieser Woche nach Kuwait geschickt worden seien.

    Schon zu Beginn dieser Woche sollen einige US-Beamte gegenüber Reuters erklärt haben, dass Tausende neue US-Soldaten in die Region entsandt werden könnten. Demnach hatten die Militärs bereits die Befehle erhalten, sich für den Einsatz vorzubereiten.

    Washington argumentierte schon in der Vergangenheit, dass weitere Soldaten nötig seien, um US-Einrichtungen und US-Personal vor Ort zu schützen.

    Wegen steigender Spannungen mit dem Iran würde sich für diese nämlich die Sicherheitslage verschärfen.

    Seit Mai haben die USA laut der Nachrichtenagentur bereits rund 14.000 zusätzliche Truppen in den Nahen Osten entsandt.

    Schwere Eskalation zwischen den USA und dem Iran

    Zuletzt hat es im Nahen Osten eine massive Eskalation der Lage gegeben. In der Nacht zum Freitag hatten die USA mit einem Raketenangriff den Kommandeur der iranischen Kuds-Brigaden, Qassem Soleimani, nahe dem Flughafen der irakischen Hauptstadt Bagdad getötet.

    Washington rechtfertigte sein Vorgehen damit, dass Soleimani „Pläne aktiv entwickelt“ haben soll, um „US-amerikanische Diplomaten und Einsatzkräfte im Irak sowie in der gesamten Region zu attackieren“, so das US-Verteidigungsministerium. Daher sei das US-Vorgehen „defensiv” gewesen und man wolle eigentlich die Deeskalation, so die US-Argumentation.

    Konkrete Beweise für entsprechende Pläne von Soleimani wurden allerdings nicht geliefert.

    Der Iran kündigte nach den US-Angriffen bereits Vergeltung an.

    Später legte US-Präsident Donald Trump nach und erklärte, dass Soleimani angeblich für Tausende getötete oder verletzte Amerikaner verantwortlich sei. Indirekt sei der iranische General sogar für den Tod von „Millionen Menschen“ verantwortlich gewesen, so Trump.

    Worauf genau die von Trump dargelegten Zahlen basieren, darauf ging der US-Präsident nicht ein.

    Sowohl das Vorgehen als auch die Argumentation der USA zogen weltweit schwere Kritik auf sich.

    ng/mt/dpa

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    Tags:
    USA, Irak, Iran, Raketenschlag, Raketen, Qassem Soleimani