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    Ein Autokonvoi mit Vertretern der schiitischen Miliz „Al-Haschd asch-Schabi“ ist nördlich von Bagdad aus der Luft angegriffen worden. Das folgt aus einem Statement der Miliz, die Sputnik vorliegt. Offenbar wurden fünf Menschen getötet. Die irakische Armee hat aber den Angriff dementiert.

    Die Attacke wurde laut dem örtlichen Sender „Alsumaria News“ nach Mitternacht im Bezirk Tadschi ausgeführt. Der Miliz zufolge befanden sich Ärzte in dem Konvoi. Medienberichte über den Tod von Befehlshabern – wie etwa von Shibl Al-Zaidi, Hamid Al-Jazaeri oder Raed Al-Karawi – bei der Attacke seien falsch.

    Bei dem Luftschlag seien fünf Menschen ums Leben gekommen, ihre Namen seien bisher nicht bekannt, teilte eine Quelle in einem Sicherheitsdienst gegenüber Sputnik mit. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters sollen sechs Menschen gestorben sein, weitere drei hätten lebensgefährliche Verletzungen erlitten.

    Wer hinter dem Angriff steht, ist unklar. „Alsumaria News“ sprach von einer US-Luftattacke. Ein Sprecher der von den USA angeführten Militärkoalition behauptete am Samstag auf Twitter, die Koalition habe in den vergangenen Tagen keine Luftschläge unweit der US-Militärbasis Camp Taji geflogen.

    Neues zum Thema: Später dementierte die irakische Armee die Informationen der Miliz und sagte, es habe keine Luftschläge in der Gegend von Taji gegeben.

    Der Tod von Qassem Soleimani

    Der Luftangriff in Tadschi erfolgte nur einen Tag nach dem tödlichen US-Angriff auf den iranischen Top-General Qassem Soleimani. Der Kommandeur der iranischen Kuds-Brigaden, der Eliteeinheit der Revolutionsgarde, war in der Nacht zum Freitag getötet worden. Außer ihm waren elf weitere Personen, darunter der stellvertretende Leiter der schiitischen Milizen des Iraks, „Al-Haschd asch-Schabi“, Abu Mahdi al-Muhandis, ums Leben gekommen.

    USA übernehmen Verantwortung

    Das Pentagon bestätigte, dass der Angriff auf den Flughafen in Bagdad von US-Präsident Donald Trump genehmigt worden sei.

    Qassem Soleimani habe in den vergangenen Monaten Angriffe auf Stützpunkte von US-Verbündeten gesteuert und auch die gewaltsamen Proteste an der US-Botschaft in Bagdad gebilligt, hieß es vonseiten Washingtons.

    Teheran droht mit Vergeltung

    Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei und Präsident Hassan Rohani drohten den Vereinigten Staaten wegen der Tötung Soleimanis schwere Rache an. Der iranische Verteidigungsminister Amir Khatami versprach eine „vernichtende Antwort“ auf den Tod des Generals.

    mo/sb/sna/rtr

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    Bagdad, Irak