18:04 07 August 2020
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    Die Internet-Seite der US-Wehrdienst-Behörde Selective Service System ist nach Angaben des Amtes lahmgelegt worden. Ursachen dafür sind offenbar im Netz kursierende Gerüchte über die Möglichkeit eines „Dritten Weltkrieges“.

    Nach der Tötung des iranischen Top-Generals Qassem Soleimani bei einem US-Angriff in Bagdad spekulieren Internet-User darüber, dass nun ein „Weltkrieg“ beginnen könne. Die Wehrdienst-Behörde wies diese Mutmaßungen als Falschinformation zurück.

    „Wegen sich ausbreitender Fehlinformationen hat unsere Webseite derzeit eine hohe Besucherzahl“, so das Amt am Freitagabend auf Twitter.

    Das Hashtag #WWIII („Der Dritte Weltkrieg“) wurde vor kurzem zu einem der populärsten auf Twitter. Benutzer des Kurznachrichtendienstes veröffentlichten im Laufe von weniger als 24 Stunden mehr als drei Millionen Einträge zu diesem Thema.

    Wehrpflicht in den USA

    Die Wehrpflicht wurde in den Vereinigten Staaten 1973 ausgesetzt. Trotzdem sind alle zwischen 18 und 25 Jahre alten männlichen US-Amerikaner und Ausländer, die ihren ständigen Wohnsitz in den USA haben, verpflichtet, sich beim Selective Service System zu registrieren. Die potenziellen Soldaten können im Fall einer nationalen Krise für den Verteidigungsfall herangezogen werden.

    Der Tod von Qassem Soleimani

    Qassem Soleimani, der Kommandeur der iranischen Kuds-Brigaden, der Eliteeinheit der Revolutionsgarde, war in der Nacht zum Freitag getötet worden. Außer ihm waren elf weitere Personen, darunter der stellvertretende Leiter der schiitischen Milizen des Iraks, „Al-Haschd asch-Schabi“, Abu Mahdi al-Muhandis, ums Leben gekommen.

    Das Pentagon bestätigte, dass der Angriff auf den Flughafen in Bagdad von US-Präsident Donald Trump genehmigt worden sei.

    Soleimani hätte in den vergangenen Monaten Angriffe auf Stützpunkte von US-Verbündeten gesteuert und auch die gewaltsamen Proteste an der US-Botschaft in Bagdad gebilligt, hieß es vonseiten Washingtons.

    Teheran droht mit Vergeltung

    Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei und Präsident Hassan Rohani drohten den Vereinigten Staaten wegen der Tötung Soleimanis schwere Rache an. Der iranische Verteidigungsminister Amir Khatami versprach eine „vernichtende Antwort“ auf den Tod des Generals.

    mo/sb/sna

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    Qassem Soleimani, USA