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    Ukrainisches Passagierflugzeug im Iran abgestürzt (24)
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    Das Korps der iranischen Revolutionsgarden hat laut dem Chef ihrer Luft- und Weltraumkräfte, Amirali Hadschisadeh, die volle Verantwortung für die jüngste Katastrophe mit der ukrainischen Boeing 737 übernommen.

    Das iranische Flugabwehrsystem soll den ukrainischen Jet mit einem Marschflugkörper verwechselt haben, sagte Hadschisadeh auf einer Pressekonferenz nach der Bekanntgabe von Ursachen der Tragödie. Das Ziel habe sich in einer Entfernung von 19 Kilometern befunden.

    „Wir tragen die volle Verantwortung dafür. Welche Entscheidung die Behörden auch treffen sollten, unterwerfen wir uns ihr.“

    Die Revolutionsgarden seien mit jeglicher Entscheidung in Bezug auf die Schuldigen für den Absturz des Passagierflugzeugs einverstanden.

    Wie es zum Fehlschlag kam

    Der Bediener des Luftabwehrsystems, das die Boeing abgeschossen habe, sei mit einem Kommunikationsausfall konfrontiert worden. Er habe zehn Sekunden gehabt, um eine Entscheidung zu treffen, und habe eine falsche Wahl gemacht.

    Eine iranische Kurzstrecken-Luftabwehrrakete soll neben der ukrainischen Passagiermaschine explodiert sein, sagte der Luftwaffenchef laut Medien. Deswegen sei das Flugzeug imstande gewesen, nach der Explosion für eine Weile weiterzufliegen. Der Jet sei explodiert, als er auf den Boden aufgeschlagen sei.

    „Ich wünschte, ich wäre tot und hätte nicht Zeuge eines solchen Unglücks sein müssen,“ so Hadschisadeh.

    Teheran sei zu einem „totalen Krieg“ mit den Vereinigten Staaten bereit gewesen, als es zum Boeing-Absturz gekommen sei.

    Nach Angaben der iranischen Militärs verordneten sie einen Stopp des Luftverkehrs während der Schläge gegen eine US-Basis im Irak. Die Forderung sei jedoch nicht erfüllt worden.

    Flugzeugabsturz im Iran

    Ein ukrainischer Passagierjet, eine Boeing 737, war am Mittwochmorgen kurz nach dem Abflug vom Khomeini Airport in der iranischen Hauptstadt Teheran abgestürzt. An Bord der Maschine befanden sich laut den ukrainischen Behörden 176 Insassen. Niemand überlebte. Unter den Opfern waren eine Doktorandin aus Mainz sowie eine Asylbewerberin aus Nordrhein-Westfalen mit ihren Kindern. Die anderen Opfer stammten aus dem Iran, der Ukraine, Kanada, Großbritannien, Schweden und Afghanistan.

    Die Maschine war laut dem Eingeständnis des Generalstabs der iranischen Streitkräfte durch „menschliches Versagen“ abgeschossen worden. In dem Zusammenhang ordnete der iranische Präsident Hassan Rohani Entschädigungsmaßnahmen an.

    mo/mt/sna

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    Ukraine, Iranische Revolutionsgarde, Iran