23:03 07 August 2020
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    Die Bundeskanzlerin Angela Merkel kam am Samstag, dem 11. Januar, zu einem Arbeitsbesuch nach Russland, um sich mit Präsident Wladimir Putin in Moskau zu treffen. Verschiedene internationale Themen wurden dabei besprochen.

    Unter anderem verteidigte Merkel das gemeinsame Projekt Nord Stream 2. Die Pipeline sei durch die neue europäische Gesetzgebung legitimiert und es würden nicht nur Deutschland, sondern auch andere europäische Staaten davon profitieren, nicht zuletzt weil dadurch eine Diversifikation der Energielieferwege möglich werde.

    Daher müsse das Projekt unbedingt umgesetzt werden – auch trotz US-Sanktionen.

    Merkel betonte abermals, dass es sich bei Nord Stream 2 um ein rein wirtschaftliches Projekt handle. Die Diskussion mit Putin habe auch gezeigt, dass es auch trotz dieser Sanktionen abgeschlossen werden kann.

    Zugleich erkärte sie, dass es in der Tat eine gewisse Verzögerung geben wird.

    Extraterritoriale Sanktionen der USA seien in diesem Zusammenhang falsch.

    US-Sanktionen gegen die Pipeline

    US-Präsident Donald Trump hatte Ende Dezember Sanktionen gegen Nord Stream 2 und Turkish Stream und somit auch gegen sämtliche am Bau und der Verlegung beteiligte Unternehmen und deren Eigner in Kraft gesetzt. Als Strafmaßnahmen sind Einreiseverbote in die USA und das Einfrieren von Vermögen in den Vereinigten Staaten vorgesehen. Das schweizerische Unternehmen „Allseas“, das mit der Verlegung der Gasleitung Nord Stream 2 beauftragt ist, hat die Arbeit vorerst eingestellt.

    Nord Stream 2

    Das Nord Stream 2-Projekt umfasst den Bau von zwei Strängen einer Gaspipeline mit einer Gesamtkapazität von 55 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr von der russischen Küste durch die Ostsee nach Deutschland.

    Die Leitung verläuft in Territorialgewässern von Deutschland, Finnland, Schweden, Dänemark und Russland und kostet rund zehn Milliarden Euro. Sie wird je zur Hälfte vom russischen Energieriesen Gazprom und den fünf europäischen Unternehmen OMV, Wintershall Dea, Engie, Uniper und Shell finanziert.

    ng/mt/sna

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    Tags:
    Libyen, Syrien, Angela Merkel, Wladimir Putin