18:05 04 August 2020
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    Trotz eines Reiseverbots ist der selbst ernannte Oppositionsführer Juan Guaido aus seiner Heimat Venezuela ins Nachbarland Kolumbien gereist.

    „Wir heißen Präsident Guaidó in Kolumbien willkommen”, schrieb Kolumbiens Staatschef Iván Duque am Sonntag auf Twitter.

    „Heute Nachmittag haben wir ein Arbeitstreffen.”

    Zudem soll Guaido am Montag an einem regionalen Ministertreffen zum Thema Terrorismus in Bogotá teilnehmen, bei dem auch US-Außenminister Mike Pompeo erwartet wird.

    Der Hintergrund

    Guaido hatte sich vor einem Jahr zum Interimspräsidenten erklärt und den sozialistischen Staatschef Nicolás Maduro damit herausgefordert.

    Guaido wird auf dem internationalen Parkett zwar von vielen Staaten, darunter von Deutschland, hofiert, kann sich in Venezuela aber nicht durchsetzen. Im Zuge der Staatskrise haben bereits 4,5 Millionen der gut 30 Millionen Venezolaner das Land verlassen.

    Wegen laufender Strafverfahren darf Guaido das Land eigentlich nicht verlassen. Im vergangenen Jahr war er ebenfalls nach Kolumbien und in andere südamerikanische Länder gereist. Bei seiner Rückkehr wurde er am Flughafen von Caracas von einer Reihe ausländischer Diplomaten erwartet, die mit ihrer Anwesenheit seine Festnahme verhindern wollten. Wegen Einmischung in die inneren Angelegenheiten wurde der deutsche Botschafter daraufhin zur unerwünschten Person erklärt und des Landes verwiesen.

    ng/dpa

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    Tags:
    Kolumbien, Venezuela, Juan Guaidó, Juan Guaido