20:11 19 Februar 2020
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    Die Krise in der italienischen Koalition verschärft sich. Luigi Di Maio tritt als Chef der Regierungspartei Fünf-Sterne-Bewegung in Italien zurück. Er werde aber weiter in der Politik und der Partei aktiv sein, sagte der Außenminister am Mittwoch in Rom.

    Damit tritt Di Maio nur wenige Tage vor zwei wichtigen Regionalwahlen zurück. Seinen Posten im Kabinett will er aber behalten.

    Das Bündnis zwischen der Fünf-Sterne-Bewegung und den Sozialdemokraten in Rom steht stark unter Druck. Der Rücktritt Di Maios könnte diese Krise verschärfen.

    Er übergebe sein Parteiamt an den Vize-Innenminister Vito Crimi, kündigte der 33-jährige Di Maio am Ende seiner langen, teils emotionalen Rede im Hadrianeum an.

    Di Maio ist seit 2017 an der Spitze der Bewegung, die bei der letzten Parlamentswahl noch mehr als 32 Prozent eingefahren hatte. Jedoch kämpft die Partei seitdem mit sinkenden Umfragewerten.

    Sie ist in der Allianz mit den Sozialdemokraten (PD) zwar die stärkere Kraft, kam bei der Europawahl aber nur noch auf 17 Prozent, bei einigen Regionalwahlen sogar auf unter zehn Prozent. In Umfragen liegt sie bei nur noch um die 15 Prozent.

    Kommende Regionalwahlen

    Am Sonntag wird in den Regionen Emilia-Romagna und Kalabrien gewählt. Den Sternen droht ein Debakel, auch die Sozialdemokraten könnten verlieren. Das wäre ein schwerer Schlag, der die Regierung in Rom weiter ins Wanken bringen könnte.

    US-amerikanischer strategischer Bomber B-52. Archivfoto
    © Foto : U.S. Air Force / Marianique Santos

    Di Maio ist in seiner Partei seit langem umstritten, weil er den Niedergang nicht aufhalten konnte. Mehr als 30 Parlamentarier haben die Sterne bereits verlassen, zwei davon erst am Dienstag.

    Vergangenen Sommer hatte der Chef der rechten Lega, Matteo Salvini, die vorangegangene Koalition mit den Sternen platzen lassen. Seitdem regiert die Sterne-Bewegung mit den Sozialdemokraten.

    Die Regierungspartner sind allerdings bei mehreren Themen heillos zerstritten.

    Vor allem bei der Wahl in der wichtigen Industrieregion Emilia-Romagna will Oppositionschef Salvini mit seiner Lega zum Rückschlag ausholen. Er rechnet sich große Chancen aus, auch rote Hochburgen der Sozialdemokraten zu erobern.

    ng/mt/dpa

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    Tags:
    Italien, Außenminister, Luigi Di Maio