03:22 03 Juni 2020
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    Die Sozialnetzwerke Facebook und Twitter haben Postings aus dem Weißen Haus als manipuliert gekennzeichnet.

    Dabei handelt es sich um ein Video des demokratischen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden, das Social-Media-Direktor Dan Scavino am Samstag verbreitete und das der US-Präsident Donald Trump weiterleitete. Die Aufnahmen zeigen Biden in Kansas City (US-Bundesstaat Missouri), wie er sagt: „Wir können Donald Trump nur wiederwählen“.

    Bidens abgekürzte Aussage

    Bidens Worte über den US-Staatschef stellten tatsächlich nur den Beginn eines längeren Satzes dar. Der vollständige Satz lautete: „Wir können Donald Trump nur wiederwählen, wenn wir hier tatsächlich bei diesem kreisförmigen Exekutionskommando mitmachen.“

    Joe Biden spricht in Kansas City – die Passage über die Wiederwahl von Donald Trump ab der 10. Minute:

    Auf Facebook wird das Video in Scavinos Eintrag mit einem Ausrufezeichen und der Aufschrift „Teilweise falsche Informationen“ gezeigt.

    Screenshot eines Facebook-Eintrags von Dan Scavino mit der Kennzeichnung „Teilweise falsche Informationen“
    Screenshot eines Facebook-Eintrags von Dan Scavino mit der Kennzeichnung „Teilweise falsche Informationen“

    Die Kennzeichnung „Manipulierte Medien“ gibt es auch bei Twitter. Dort wurde sie laut Medienberichten erstmals verwendet. Auf beiden Netzwerken steht das Video so weiter online und kann angeschaut werden.

    Screenshot eines Tweets von Dan Scavino mit der Kennzeichnung „Manipulierte Medien“
    Screenshot eines Tweets von Dan Scavino mit der Kennzeichnung „Manipulierte Medien“

    Allerdings ist auf Twitter der Hinweis auf die Manipulation nicht für alle Nutzer sichtbar, sondern nur in der persönlichen Liste – Timeline – derjenigen, die dem Autor folgen. Wenn User nach dem Eintrag Scavinos suchen oder auf den Tweet klicken, fehlt der Hinweis, wie Twitter zugab. Das Unternehmen arbeite daran, diesen Fehler zu beheben, sagte ein Sprecher.

    Twitters neue Richtlinien

    Im Oktober 2019 gab Twitter bekannt, dass man an einer neuen Herangehensweise an „synthetische und manipulierte Medien“ arbeite. Derzeit steht es in den Regeln des Kurznachrichtendienstes, dass die Nutzer „synthetische oder manipulierte Medien, die wahrscheinlich Schaden verursachen würden, nicht auf irreführende Weise teilen“ dürfen.

    Das Unternehmen warnt in seiner neuen Richtlinie, dass „Tweets, die synthetische und manipulierte Medien enthalten, entsprechend“ gekennzeichnet werden können, damit „Nutzer wissen, dass sie nicht echt sind und zusätzlichen Kontext erhalten“.

    mo/mt

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    Tags:
    US-Wahl, Joe Biden, Facebook, Twitter, Donald Trump, USA