04:42 29 Oktober 2020
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    In Südafrika ist es wegen einer Nahrungsmittelkrise nach Angaben der Nachrichtenagentur France-Presse zu Gewaltausbrüchen gekommen.

    Die südafrikanische Regierung verhängte demzufolge strikte Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Ausbreitung. Als Folge verloren viele Erwerbstätige ihre Einkommensquellen.

    Arme Gemeinschaften sind laut der AFP mit Nahrungsmittelknappheit konfrontiert. Wegen des Zugangs zu von den Behörden verteilten Lebensmittelpaketen seien im Land mehrere gewaltsame Proteste ausgebrochen.

    Es sei zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Die Beamten hätten Gummigeschosse und Tränengas eingesetzt.

    „Da ist es ein Krieg“

    Die Aktivistin Joanie Fredericks aus Mitchells Plain, einem Stadtteil der City of Cape Town, richtete sich in sozialen Netzwerken an den südafrikanischen Präsidenten Cyril Ramaphosa.

    „Herr Präsident, wir sind jetzt mitten in einer Lebensmittelkrise. Da ist es ein Krieg“, zitiert die Agentur die Aktivistin.

    Im Internet tauchten Videos aus Supermärkten auf, die von Menschen beinahe erstürmt werden.

    Nahrungsmangel in Südafrika

    Die Nahrungsmittelknappheit war bereits vor der Corona-Krise ein Problem Südafrikas. Wie die AFP unter Verweis auf die nationale Statistikagentur meldet, hätten 20 Prozent der südafrikanischen Haushalte im Jahr 2017 nicht genügend Lebensmittel gehabt.

    Coronavirus

    Die Weltgesundheitsorganisation hatte am 11. März den Ausbruch des neuen Covid-19-Erregers als Pandemie eingestuft.

    Weltweit wurden laut der Johns-Hopkins-Universität (JHU) bereits mehr als 2,3 Millionen Menschen in 185 Ländern mit dem Virus SARS-CoV-2 infiziert. Bisher wurden demnach 162.032 Todesopfer registriert.

    Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle in Südafrika beträgt nach Angaben der Organisation 3034. An der neuartigen Krankheit seien 52 Patienten gestorben.

    mo/mt

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    Coronavirus, Südafrika