18:25 19 September 2020
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    Nach rund drei Wochen Abwesenheit und hartnäckigen Gerüchten über seinen Gesundheitszustand hat sich der nordkoreanische Staatschef Kim Jong-un wieder gezeigt. Staatsmedien machten am Samstag Fotos publik, die Kim bei einer öffentlichen Zeremonie zeigen. 

    Die nordkoreanische Zeitung „Rodong Sinmun“ veröffentlichte Fotos von Kim, wie er in einem dunklen Mao-Anzug ein rotes Band zerschneidet und sich lächelnd im Kreis von Funktionären bewegt. Neben Kim und anderen ranghohen Vertretern zeigen die Bilder auch Kims Schwester und enge Beraterin Kom Yo Jong. Kim habe an der Zeremonie zur Fertigstellung einer Düngemittelfabrik nördlich von Pjöngjang teilgenommen, hieß es. Die Feierlichkeiten hätten am Freitag stattgefunden.

    ​Auf mehreren Aufnahmen ist ein Banner mit der Aufschrift  „Zeremonie zum Bau der Suncheon-Düngemittelfabik“ mit dem Datum „1. Mai 2020“ zu sehen.

    Kim habe mehrere Orte auf dem Fabrikgelände angeschaut und sich über den Produktionsprozess informieren lassen, hieß es. Er habe sich über das Geschaffene zufrieden geäußert und über die Aufgabe gesprochen, „unsere chemische Industrie mit korrekter Orientierung zu entwickeln, wie es das neue Jahrhundert erfordert“.

    Gerüchte über Kims Gesundheitszustand

    Es waren Spekulationen aufgetaucht, nachdem Nordkoreas Staatschef die Feier zu Ehren seines verstorbenen Großvaters, des Staatsgründers Kim Il Sung, am 15. April verpasst hatte. Zum letzten Mal war Kim Jong-un am 11. April bei einer Parteisitzung gesichtet worden.

    Der TV-Sender CNN hatte unter Berufung auf Erkenntnisse der Geheimdienste berichtet, dass Kim „nach einer Operation in ernsthafter Gefahr“ sei.

    Die auf Nordkorea spezialisierte Internetzeitung „Daily NK“ in Südkorea meldete unter anderem, Kim befinde sich nach einem Eingriff am Herz-Kreislaufsystem in Behandlung. Dabei stellten die südkoreanischen Behörden fest, Kim Jong-un sei gesund und munter.

    Auch der Vorsitzende der parlamentarischen Freundschaftsgruppe von Russland und Nordkorea, Kasbek Tajsajew (Kommunistische Partei Russlands, KPRF), berichtete am vergangenen Dienstag unter Verweis auf einen Vertreter der nordkoreanischen Botschaft in Russland, dass Kim Jong-un arbeiten würde.

    pd/sb

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    Tags:
    Kim Jong-un, Nordkorea