20:22 03 Juli 2020
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    Der venezolanische Oppositionsführer Juan Guaido hat den Rücktritt seines in Miami (US-Bundesstaat Florida) ansässigen Beraters Juan Rendon angenommen. Dies meldet Reuters am Montag unter Verweis auf Rendons Presseteam.

    Vor seinem Rücktritt bestätigte Rendon demzufolge, dass er mit einer US-Sicherheitsfirma einen Sturz des venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro besprochen habe.

    Neben Rendon soll auch Sergio Vergara, ebenso ein sich im Exil befindender Jurist, gekündigt haben. Die beiden seien Mitglieder der „Kommission für Krisenstrategie“ der Opposition gewesen.

    Kontakte zu „Silvercorp USA“

    Wie die Agentur unter Berufung auf Rendon berichtet, soll er Ende des vorigen Jahres ein vorläufiges Abkommen mit der Firma „Silvercorp USA“ aus Florida verhandelt haben. Im November habe er jeden Kontakt mit dem Firmenchef Jordan Goudreau abgebrochen.

    Goudreau sei dann mit einer Operation unter Leitung von zwei ehemaligen US-Soldaten vorangegangen, zitiert Reuters weiter Rendon. Das Ziel der gescheiterten Operation sei es gewesen, Maduro zu ergreifen.

    Abkommen zwischen Opposition und „Silvercorp USA“

    Früheren Berichten zufolge sollen Mitglieder der venezolanischen Opposition im Oktober 2019 mit der Sicherheitsfirma „Silvercorp USA“ einen 213-Millionen-US-Dollar-Deal verhandelt haben. Nach Angaben der Zeitung „The Washington Post“ ist ein Einmarsch in Venezuela und der Sturz des Präsidenten Nicolas Maduro vereinbart worden.

    Mutmaßlicher Invasionsversuch in Venezuela

    Der venezolanische Innenminister Nestor Reverol hatte am 3. Mai mitgeteilt, dass im Norden des Landes das Eindringen kolumbianischer Militanter auf See verhindert worden sei. Die Angreifer hätten versucht, mit Schnellbooten in das Land zu gelangen.

    Wie der Vorsitzende der Nationalen Verfassungsversammlung Venezuelas, Diosdado Cabello, präzisierte, seien bei der Abwehr der Attacke acht Angreifer getötet und zwei weitere festgenommen worden. Einer der beiden Festgenommenen soll ein Agent der Drogenbekämpfungsbehörde der USA sein.

    Später wurde bekannt gegeben, dass weitere zwölf Invasionsteilnehmer festgenommen worden waren. Laut Maduro sind zwei von ihnen US-Bürger. Es handle sich dabei um zwei Mitarbeiter der Leibwache des US-Präsidenten.

    Die beiden festgenommenen Amerikaner traten am Mittwoch und Donnerstag im staatlichen Fernsehen von Venezuela auf und äußerten, sie seien von „Silvercorp USA“ beauftragt worden, die Kontrolle über den Flughafen in Caracas zu übernehmen und Maduro auf dem Luftweg aus dem Land zu bringen. Beide würden vor venezolanischen Gerichten stehen, sagte Maduro.

    Juan Guaido bestritt jede Beteiligung an dem angeblichen Invasionsversuch.

    mo/mt/rtr

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    Tags:
    Juan Guaidó, Nicolás Maduro, Venezuela