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    Die US-Regierung erwägt neue Sanktionen und andere rechtliche Maßnahmen, um den Export von iranischem Öl nach Venezuela zu blockieren. Dies berichtet die US-Zeitung „The Wall Street Journal“ (WSJ) unter Berufung auf US-Beamte.

    Mit erneuten Strafmaßnahmen wolle Washington darauf reagieren, dass der Iran zuvor fünf Öltanker nach Venezuela geschickt hat, um der ebenfalls von US-Sanktionen betroffenen Regierung von Nicolas Maduro zu helfen, hieß es. Die Trump-Administration würde derzeit beraten, wie aggressiv die Reaktion auf die iranischen Aktionen sein sollte.

    Die US-Behörden versuchten, einen Weg zu finden, um die iranischen Öllieferungen nach Venezuela zu verhindern. Als mögliche Maßnahmen gelten Sanktionen gegen die Besatzung von Tankern oder deren Beschlagnahmung durch ein Gericht in den USA wegen Verletzung des US-Rechts. Allerdings sei diese Option nur dann möglich, wenn die Tanker auf ihrem Weg in den Iran an einem Hafen anhalten, um zu tanken.

    Mehrere US-Beamte sprechen sich demnach für Zurückhaltung aus und sind der Ansicht, dass die USA nur dann eingreifen sollten, wenn der iranische Ölexport andauert, schreibt die Zeitung.
    Die Beamte seien der Ansicht, es sei theoretisch möglich, dass die US-Navy, die eine Anti-Drogen-Operation in der Karibik durchführt, iranische Tanker inspizieren könnte. Ein Marinevertreter habe jedoch zuvor die Idee abgelehnt, die karibische Flotte zum Stoppen iranischer Schiffe einzusetzen.

    Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf einen hochrangigen Vertreter der US-Präsidialverwaltung berichtet, Washington erwäge Maßnahmen, gegenüber dem Iran, der Venezuela mit Öl versorgt. Washington sei absolut davon überzeugt, dass die venezolanische Regierung dem Iran „tonnenweise Gold“ als Gegenleistung zahlt.

    Teheran reagiert

    Der iranische Verteidigungsminister Amir Khatami riet den Vereinigten Staaten am Mittwoch, die iranischen Tanker auf dem Weg nach Venezuela nicht zu behindern.
    Auch ein nicht genannter Militärbeamter äußerte sich gegenüber der Nachrichtenagentur ISNA zu der Warnung der US-Marine, sich den US-amerikanischen Kriegsschiffen im Persischen Golf und im Golf von Oman nicht auf mehr als 100 Meter anzunähern. Solche Warnungen würden die Aufgaben des Iran in der Region nicht beeinträchtigen, hieß es.

    pd/sb

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    Tags:
    Iran, Venezuela, Öltanker, Ölexport, Erdöl, Öl, USA, Wall Street Journal