02:30 14 Juli 2020
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    Das griechische Ministerium für Bürgerschutz soll in Zusammenarbeit mit der Athener Stadtverwaltung vor kurzem die Legalisierung von 600 Puffs in die Wege geleitet haben. Dies berichtet die Zeitung „To Vima“.

    Der Prozess der Legalisierung werde nach dem Vorbild der Niederlande verlaufen, schreibt das Blatt am Dienstag. Einer der Gründe für die Maßnahme sei der Versuch, die Corona-Ausbreitung bei einer unkontrollierten Tätigkeit der Puffs vorzubeugen.

    Derzeit können nach „To Vima“-Angaben Bordelle zwar eine Lizenz bekommen, müssten aber einer ganzen Reihe von Kriterien entsprechen. Beispielsweise sei es verboten, ein Puff in einer Entfernung von weniger als 200 Metern von Kirchen, Schulen, Kindergärten, Altenheimen, Kinderspielplätzen, Bibliotheken oder Sportzentren zu eröffnen.

    Erst ungefähr ein Zehntel Prostituierte arbeiten legal

    Wegen der strikten Voraussetzungen seien sehr wenige Bordelle legalisiert worden: maximal rund 20, so die Zeitung. Nach deren Einschätzungen haben im Land mit elf Millionen Einwohnern mindestens eine Million Griechen eine Prostituierte besucht. Rund 20.000 Frauen prostituieren sich, nur 2000 hätten jedoch eine Lizenz.

    Vor einigen Jahren hätte die Stadt Athen vorgeschlagen, die erforderliche Distanz für Bordelle auf 100 Meter zu reduzieren sowie Strafen für Besitzer der Häuser einzuführen, wo Puffs betrieben würden. Es habe jedoch keinen Erfolg gegeben.

    Polizisten sollen illegale Puffs geschirmt haben

    Der geltende rechtliche Rahmen ermögliche es derzeit, die Tätigkeit mutmaßlicher Menschenhändler nur in dem Fall zu untersuchen, wo ein Opfer der sexuellen Ausbeutung sich an die Polizei wendet, schreibt „To Vima“. Darüber hinaus sei gegen hochrangige Polizisten ermittelt worden, die Schirmgeld von illegalen Bordellen erhalten haben sollen.

    Coronavirus

    Die Weltgesundheitsorganisation hatte am 11. März den Ausbruch des neuen Covid-19-Erregers als Pandemie eingestuft.

    Weltweit wurden laut der Johns-Hopkins-Universität (JHU) bereits mehr als 5,6 Millionen Menschen mit dem Virus SARS-CoV-2 infiziert. Bisher wurden demnach 350.876 Todesopfer registriert.

    mo/mt

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    Tags:
    Coronavirus, Prostitution, Griechenland