12:10 06 Juli 2020
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    Die Behörden der nordgriechischen Stadt Grevena sollen laut Medienberichten die Regierungspläne, in Hotels der Region Migranten und Asylbewerber von ägäischen Inseln unterzubringen, abgelehnt haben.

    Der Bürgermeister von Grevena, Giorgos Dastamanis, sprach sich bei einer Pressekonferenz am Donnerstagabend nach Angaben der Athener Zeitung „Kathimerini“ gegen die Pläne der griechischen Regierung aus.

    Dastamanis zufolge erkannte bereits das zuständige Ministerium in Athen an, dass Grevena bereits die „schwerste Last in der Region Westmakedonien“ trage. Die griechische Regierung habe ausdrücklich versichert, dass „keine Flüchtlinge mehr in die Munizipalität Grevena kommen“ würden. Die Behörden der Stadt „staunen“ deshalb über Berichte von Medien und inoffiziellen Quellen, wonach „weitere Migranten erwartet“ würden.

    „Wir werden keinen einzigen Flüchtling mehr aufnehmen“, zitiert das Blatt den Bürgermeister.

    Er verstehe, dass das Problem der Flüchtlinge ein nationales Problem sei. Jedoch „muss jeder dies schultern, nicht Grevena allein“.

    Flüchtlinge in Griechenland

    Mitte April hatten sich mehr als 39.000 Migranten auf den Inseln Lesbos, Chios, Samos, Leros und Kos aufgehalten. Die Lager mit einer Aufnahmekapazität von rund 7000 Menschen sind restlos überfüllt.

    Um einer möglichen Coronavirus-Ausbreitung in den Flüchtlingscamps vorzubeugen, begann die griechische Regierung im Mai mit der Verlegung Hunderter Migranten aus Lesbos' Lager Moria aufs Festland.

    mo/mt

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    Tags:
    Migranten, Griechenland