14:26 09 Juli 2020
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    Der griechische Migrationsminister Notis Mitarakis hat am Donnerstag das Ergebnis der Regierungsmaßnahmen zur Entlastung der überfüllten Flüchtlingscamps auf den Inseln im Osten der Ägäis bekanntgegeben.

    Seit Anfang des Jahres brachte die griechische Regierung demnach knapp 14.000 Migranten auf das Festland. Damit sei die Zahl der Menschen, die in den überfüllten Camps der Inseln Lesbos, Chios, Samos, Leros und Kos ausharren, auf 32.247 gesunken.

    Noch im März lebten auf diesen Inseln mehr als 42.000 Migranten – meistens in und um die Camps.

    „Die Entlastung der Camps hat für uns erste Priorität“, zitiert die DPA den Minister.

    Zudem habe Athen die Asylverfahren beschleunigt. Damit sei die Zahl der Asylanträge, die noch bearbeitet werden, von 126.000 zum Jahresbeginn auf knapp unter 100.000 im Mai gesunken, so Mitarakis.

    „Offensive Überwachung“ der Seegrenzen

    Griechenland überwacht seit März intensiv die Seegrenzen. Laut griechischen Presseberichten sollen unter dem internen Motto „Offensive Überwachung“ Hunderte Migranten in den Meerengen zwischen den griechischen Inseln und der türkischen Ägäisküste zurückgedrängt worden sein. Athen spricht offiziell von einer „energischen Überwachung“.

    Das Ergebnis der griechischen Grenzpolitik ist, dass im Mai nur 125 Migranten nach Lesbos übersetzen konnten. Auf den anderen Inseln ist nach offiziellen Angaben kein Migrant angekommen. Menschenrechtsorganisationen kritisieren diese Taktik als „Pushbacks“ (Zurückweisungen).

    mo/sb/dpa

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