07:27 27 November 2020
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    Der Kurznachrichtendienst Twitter hat ein Video des Wahlkampfteams von US-Präsident Donald Trump unter Hinweis auf eine Urheberrechtsverletzung gesperrt.

    Der am Donnerstag publizierte Clip dauerte fast vier Minuten und bestand aus einem Zusammenschnitt von Aufnahmen friedlicher und gewaltsamer Proteste nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd, unterlegt von einer Ansprache Trumps und Klaviermusik.

    Derzeit ist statt des Videos im Posting die Mitteilung „Diese Medien wurden aufgrund einer Meldung des Urheberrechtsinhabers deaktiviert“ zu sehen. Bei der Videoplattform YouTube war das Video mit dem Titel „Heilung statt Hass“ am Freitag auf Trumps Account weiterhin verfügbar.

    Twitter bestätigte, dass der Dienst eine Aufforderung erhalten habe, den Beitrag zu entfernen, weil jemand seine Urheberrechte verletzt gesehen habe. Dabei dürfte es sich um einen oder mehrere Autoren der verwendeten Fotos oder Videos handeln.

    Zensurvorwürfe

    Trumps Stab für die US-Präsidentschaftswahl im November warf Twitter vor, die „erbauliche und einende Botschaft“ des US-Präsidenten zu zensieren. Der Dienst verwies darauf, dass es bei berechtigten Urheberrechtsbeschwerden die übliche Vorgehensweise sei, den Beitrag zu sperren.

    Auseinandersetzungen zwischen Trump und Twitter

    Twitter hatte am 26. Mai erstmals einen Tweet des US-Präsidenten einem Faktencheck unterzogen. Darin hatte Trump behauptet, dass Briefwahl Wahlbetrug Vorschub leiste. Dem Faktencheck zufolge ist dies irreführend. Trump warf Twitter daraufhin vor, sich in die US-Präsidentschaftswahl im November einzumischen.

    Am 28. Mai unterzeichnete Trump eine neue Verordnung, die soziale Medien stärker reglementieren soll. Er will damit eine als Section 230 bekannte Klausel überarbeiten lassen. Gemäß dieser Regelung – Teil eines Gesetzes von 1996 – werden Online-Dienste nicht für von Nutzern veröffentlichte Inhalte wie Kommentare und Videos haftbar gemacht. Zugleich wird Plattformen dadurch erlaubt, gegen bestimmte Inhalte oder Nutzer vorzugehen.

    Einen Tag später bezeichnete der Kurznachrichtendienst Trumps Meldung über die Situation in Minneapolis, wo die Unruhen wegen des Todes des Afroamerikaners George Floyd andauern, als Verstoß gegen die Regeln des Unternehmens zur Verherrlichung von Gewalt.

    mo/mt/dpa

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    Tags:
    Twitter, Donald Trump