01:40 11 Juli 2020
SNA Radio
    Аusland
    Zum Kurzlink
    Von
    814
    Abonnieren

    Im Zuge der „Black Lives Matter“-Proteste erheben auch immer mehr afroamerikanische Spitzensportler ihre Stimmen. Basketball-Superstar LeBron James hat mit Sportkollegen zusammen eine Initiative gegründet, die Afroamerikaner im November an die Wahlurnen locken soll und sie über mögliche Manipulationsversuche aufklären will.

    „Mehr als eine Wahl“ - so heißt die neue Organisation des afroamerikanischen NBA-Stars LeBron James (35) und anderer aktueller und ehemaliger US-Basketball-Stars wie Trae Young, Skylar Diggins-Smith und Jalen Rose. Entstanden nach dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd und im Zuge der seither wütenden Proteste der „Balck Lives Matter“-Bewegung, will die Initiative auf die Wichtigkeit der kommenden Präsidentschaftswahlen aufmerksam machen, der afroamerikanischen Bevölkerung erklären, wie sie sich dafür registrieren und an der Wahl teilnehmen kann. Zugleich soll darauf aufmerksam gemacht werden, welche Art von Wahlmanipulation, bei der die Stimmen der Afroamerikaner ausgeschlossen werden könnten, diese befürchten müssen.

    Gegenüber der „New York Times“ erklärte James, wegen der nach dem Tod von George Floyd aufgeflammten Proteste gegen Rassismus würde man der afroamerikanischen Bevölkerung endlich zuhören, deshalb sei die Gelegenheit da, endlich Veränderungen herbeizuführen. Die Kernbotschaft von James und seinen Mitstreitern an die afroamerikanische Bevölkerung ist: Geht wählen und lasst euch davon nicht abhalten.

    „Ja, wir wollen, dass ihr rausgeht und wählt, aber wir wollen euch auch eine Anleitung an die Hand geben. Wir werden euch die Hintergrundinformationen dazu geben, wie ihr wählen könnt, und was die andere Seite versuchen wird, um euch davon abzuhalten“, so LeBron James an die zahlreichen Follower auf seinen Social-Media-Kanälen.

    Und seine Fangemeinde weiß offenbar sehr gut, wovon er spricht. In den Kommentaren auf Twitter finden sich viele Berichte darüber, wie schwer bis unmöglich es ist, seine Stimme in mehrheitlich schwarzen Wahlbezirken abzugeben, etwa wegen langen Warteschlangen, maroden Wahllokalen und nicht funktionierenden elektronischen Wahlautomaten. Andere erinnern an bekannt gewordene Fälle, wo große Mengen an afroamerikanischen Wahlstimmen „verschwunden“ sind. Ein Beispiel dafür ist Shelby County, wo es seit Jahrzehnten bei Wahlen zu falsch oder nicht gezählten Stimmen kommt. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung in Shelby County (Tennessee) ist schwarz und wählt mehrheitlich die Demokraten.

    Zum Thema:

    Oberstes US-Gericht spricht Hälfte von Bundesstaat Oklahoma Ureinwohnern zu
    Abschuss von MH17: Niederlande wollen Russland beim EGMR verklagen
    Läster-Attacke: „Mahlzeit, Frau Bundeskanzlerin“ – Spottrede von EU-Abgeordnetem Sonneborn
    Tags:
    Rassismus, George Floyd, Afroamerikaner, US-Wahlen, LeBron James