22:50 06 Juli 2020
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    Die Vereinigten Staaten untersuchen Berichte über einen angeblich Besuch des Kommandeurs der Libyschen Nationalarmee, Khalifa Haftar, in Venezuela, meldet Reuters am Freitag unter Berufung auf einen hochrangigen US-Beamten.

    In den Berichten hieß es, dass sich das Flugzeug Haftars letzte Woche in der venezolanischen Hauptstadt Caracas befunden habe, teilte der stellvertretende Sekretär des Nahostbüros im US-Außenministerium, David Schenker, in einer Telefonkonferenz mit. Es werde vermutet, dass der Besuch dafür organisiert worden sei, ein Ölgeschäft zu sichern.

    Schenker sagte, die Vorwürfe seien besorgniserregend, und fügte hinzu, dass gegen diejenigen Sanktionen der USA und der Vereinten Nationen verhängt würden, die libysches Öl außerhalb der gesetzlichen Bestimmungen der libyschen National Oil Corporation (NOC) exportieren.

    In Libyen dauert die Konfrontation zwischen der Regierung des Nationalen Einvernehmens von Fajis al-Sarradsch, die Tripolis und die Gebiete im Westen des Landes kontrolliert, und der Libyschen Nationalarmee unter dem Kommando von Khalifa Haftar an, die seit mehr als einem Jahr versucht, die Hauptstadt zurückzuerobern. Beide Konfliktseiten erklären, dass die andere Seite Waffen und Arbeitskräfte von außen erhalte. In den letzten Wochen hatten die Regierungs-Streitkräfte bedeutende Erfolge in der Schlacht um Tripolis gemeldet und angekündigt, ihre Offensive weiter voranzutreiben, nachdem sie die Kontrolle über die Stadt Sirte und andere Gebiete östlich der Hauptstadt erlangt hatten.

    Die Uno hat bereits 2011 ein Waffenembargo gegen Libyen verhängt, dessen Wirksamkeit aber gering bleibt. Die Europäische Union überwacht das Waffenembargo seit kurzem wieder mit Schiffen auf dem Mittelmeer im Rahmen der Operation „Irini”.

    msch/sb/rtr

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    Tags:
    USA, Khalifa Haftar, Venezuela, Öl, Libyen