18:59 28 Oktober 2020
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    Der britische Premierminister Boris Johnson hat am Freitag auf Twitter den Vorfall an der Churchill-Statue kritisiert.

    Bei einer Kundgebung gegen Rassismus vor einigen Tagen schrieben Protestierende auf den Sockel der Statue des früheren britischen Regierungschefs Winston Churchill: „War ein Rassist.“ Johnson verurteile die Handlungen.

    „Es ist absurd und beschämend, dass dieses nationale Monument heutzutage unter dem Risiko steht, von gewalttätigen Demonstranten angegriffen zu werden.“

    Churchill habe manchmal Meinungen geäußert, die „inakzeptabel waren und es für uns heute“ seien.

    „Aber er ist ein Held gewesen und hat sein Denkmal voll und ganz verdient.“

    Johnson sprach sich gegen Versuche aus, die Vergangenheit zu „bearbeiten oder zu zensieren“. Man sollte nicht so tun, als ob man „eine andere Geschichte“ hätte.

    Tod von Floyd

    George Floyd war am 25. Mai nach einem Polizeieinsatz in Minneapolis ums Leben gekommen. Ein weißer Polizeibeamter hatte sein Knie fast neun Minuten lang in den Nacken des am Boden liegenden Floyd gedrückt.

    Der 46-Jährige hatte mehrfach um Hilfe gefleht, bevor er das Bewusstsein verlor, was auf einem Video festgehalten wurde. Der Schwarze wurde bei seiner Ankunft im Krankenhaus für tot erklärt.

    Der Beamte und drei weitere an dem Einsatz beteiligte Polizisten wurden nach Bekanntwerden des Vorfalls entlassen. Sie wurden inzwischen festgenommen und angeklagt.

    Proteste in den Vereinigten Staaten und in Europa

    Nach Floyds Tod weiten sich in Minneapolis und weiteren US-Städten sowie in Europa teils gewaltsamen Proteste und friedliche Demonstrationen zunehmend aus.

    Immer häufiger greifen Demonstranten Statuen und Denkmäler von historischen Persönlichkeiten an. Am Sonntag hatten im britischen Bristol Demonstranten bereits ein Denkmal für den Sklavenhändler Edward Colston in den Fluss Avon gestürzt. Die Statue wurde 1895 zu Ehren des bekannten Sohnes der Stadt Edward Colston (1636–1721) errichtet, der Sklavenhändler und zugleich Parlamentarier und Philanthrop war.

    mo/mt

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