23:45 29 September 2020
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    Der US-Präsident Donald Trump hat am Sonntag auf Twitter ein Video weiterverbreitet, dessen Inhalt von vielen Internet-Benutzern als rassistisch empfunden wurde und für heftige Kritik sorgte. Später wurde der Eintrag entfernt.

    Das Video zeigte Demonstranten, die sich für beziehungsweise gegen den US-Präsidenten aussprachen. Die Aufnahmen waren undatiert und stammten offenbar aus dem US-Bundesstaat Florida. Einer von Trumps Unterstützern brüllte den Protestlern dann entgegen: „White Power“ (dt. „Weiße Macht“). Dieser Slogan wird in den USA vor allem von rassistischen Gruppen eingesetzt.

    Das Video, das Trump mit seinen gut 82 Millionen Followern teilte, war drei Stunden später bereits knapp vier Millionen Mal angesehen worden. Das Video war gut zwei Minuten lang, der Slogan „Weiße Macht“ kommt aber in den ersten zehn Sekunden vor. Trump bezeichnete seine in dem Video zu sehenden Anhänger als „tolle Leute“ und dankte ihnen.

    In sozialen Medien hagelte es umgehend Kritik. Trump wurde vorgeworfen, Rassismus zu unterstützen. Laut dem Pressesprecher des Weißen Hauses, Judd Deere, soll der Präsident „dieses Statement nicht gehört“ haben. Er habe nur die „enorme Begeisterung seiner vielzähligen Unterstützer gesehen“.

    Proteste nach dem Tod von George Floyd

    Eine Welle von Protesten und Unruhen erfasste die US-Städte nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd nach einem Polizei-Einsatz in Minneapolis (US-Bundesstaat Minnesota).

    Im Internet erschien ein Video, in dem die Polizisten Floyd mit Handschellen fesselten, ihn niederschlugen und zu dritt auf ihn niederfielen, dabei drückte einer von ihnen mit dem Knie auf den Hals des Festgenommenen. Floyd sagt im Video mehrmals, dass er nicht atmen könne, dann verstummt er. Im Krankenhaus konnte nur noch sein Tod festgestellt werden.

    Für seine Reaktion auf die Proteste gegen Rassismus fing sich Donald Trump teils heftige Kritik ein. Nachdem es am Rande einiger Demonstrationen zu Brandstiftungen und Plünderungen gekommen war, hatte Trump unter anderem mit dem Einsatz des Militärs im eigenen Land gedroht.

    mo/mt/dpa/rtr

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