09:31 12 August 2020
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    Laut einer im Auftrag des EU-Parlaments durchgeführten Umfrage wünschen sich mehr als zwei Drittel der EU-Bürger eine stärkere Teilnahme der Europäischen Union an der Bewältigung der Corona-Krise.

    Wie die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, glaubt mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer, dass die EU dafür mehr Geld brauche.

    Damit sollten vor allem die Folgen der Epidemie im Gesundheitswesen und in der Wirtschaft abgefedert werden. Ebenfalls mehr als die Hälfte der Befragten ist nach wie vor mit dem Ausmaß der Solidarität der EU-Mitglieder in Corona-Zeiten unzufrieden.

    Der Umfrage zufolge fordern 68 Prozent der Befragten mehr Zuständigkeiten der EU beim Bewältigen von Krisen wie der Corona-Pandemie. Besonders stark ist dieser Wunsch in Portugal und Luxemburg  (je 87 Prozent), Zypern (85 Prozent), Malta (84 Prozent), Estland (81 Prozent), Irland (79 Prozent), Italien und Griechenland (je 78 Prozent), Rumänien (77 Prozent) und Spanien (76 Prozent). Was Deutschland betrifft, so lag diese Zahl unter den Bundesbürgern bei 59 Prozent.

    Außer in das Gesundheitswesen und die Stärkung der Wirtschaft soll die EU nach dem Willen der Befragten Corona-Hilfen auch in Beschäftigung und Soziales sowie die Bekämpfung des Klimawandels investieren.

    Zuvor hatte die Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Gesprächen mit dem italienischen Ministerpräsidenten Giuseppe Conte zu gemeinsamen Anstrengungen im Rahmen der Europäischen Union aufgerufen, um die große wirtschaftliche Schwäche nach der Corona-Pandemie zu überwinden. Sie unterstrich auch, dass Deutschland ein Interesse an einem gut funktionierenden Binnenmarkt in der Union habe.

    Bei den anstehenden Verhandlungen in Brüssel sollen die EU-Mitglieder unter anderem über das umstrittene 750 Milliarden Euro schwere Corona-Konjunkturprogramm beraten.

    ac/mt/dpa

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    Krisenbewältigung, Krise, Coronavirus, EU, Einstellung, Europäer, EU-Parlament, Umfrage