17:53 25 November 2020
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    Der Parlamentarische Geheimdienst- und Sicherheitsausschuss Großbritanniens hat am Dienstag einen Bericht veröffentlicht, laut dem russische Nachrichtendienste Großbritannien als ihr oberstes Ziel betrachten und sich in innere Angelegenheiten des Landes eingemischt haben sollen. Russland weist alle Anschuldigungen jedoch zurück.

    Dem Bericht zufolge sollen britische Geheimdienste neue zusätzliche Befugnisse bekommen, um der „russischen Gefahr“ effektiv entgegenzuwirken.

    „Es scheint, dass Russland Großbritannien als sein primäres Ziel im Westen betrachtet, darum glauben die Experten, dass unser Land genauso wie die USA und die Nato auf der Liste der russischen Prioritäten steht, obwohl wir nicht mit den gleichen Gefahren wie Russlands Nachbarländer konfrontiert sind“, heißt es im Bericht.

    Außerdem betonen die Autoren des Berichts, dass die Geheimdienste eine bessere Möglichkeit haben sollten, um gegen solch einen starken Rivalen zu kämpfen. Laut dem Bericht bedeutet dies in erster Linie eine neue Gesetzgebung, die zur Bekämpfung der Spionage und der illegalen Finanzgeschäfte der russischen Elite dienen werde.

    Der Bericht war bereits am 17. Oktober des vergangenen Jahres der Kanzlei des britischen Premierministers Boris Johnson übermittelt worden. Allerdings hatte die Regierung damals dessen Veröffentlichung gebremst. Vor wenigen Tagen wurde der Parlamentarische Geheimdienst- und Sicherheitsausschuss neu gebildet, was die Publikation des Berichts ermöglichte.

    Russlands Reaktion

    Die Veröffentlichung des vorliegenden Berichts sorgte für heftige Kritik vonseiten Russlands. So sagte Maria Sacharowa, die Sprecherin des russischen Außenministeriums, dass dies „keine Sensation“ sei, und bezeichnete das Dokument als „russophobisches Fake“. Der erste stellvertretende Leiter des Internationalen Ausschusses des russischen Föderationsrates, Wladimir Dschabarow sagte, dass der Bericht des Parlamentarischen Ausschusses nichts Gutes für die Beziehungen zwischen Russland und Großbritannien verspreche, die seiner Meinung nach bereits durch London verdorben seien.

    Zuvor hatte auch der russische Außenminister Sergej Lawrow mehrmals betont, dass es keine Beweise dafür gebe, dass sich Russland in die inneren Angelegenheiten von anderen Ländern einmische.

    ac/mt

     

     

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    Boris Johnson, Maria Sacharowa, Kreml, Geheimdienste, Gefahr, Wahleinmischung, Russland, Bericht, Großbritannien, Parlament