01:58 05 August 2020
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    Die Nachbarstaaten Iran und Irak haben vor, ihre bilateralen Beziehungen zu vertiefen sowie die wirtschaftliche Kooperation weiter zu stärken.

    Am Dienstag empfing der iranische Präsident Hassan Rohani den irakischen Ministerpräsidenten Mustafa Al-Kadhimi und lobte dabei die verbesserten Beziehungen zwischen den „Brüderländern“. Laut Rohani hätten sich beide Länder darauf geeinigt, das bilaterale Handelsvolumen möglichst von 10 auf über 17 Milliarden Euro zu erhöhen.

    Zudem sicherte Rohani zu, dass der Iran auch politisch weiter den Irak unterstützen und zusammen mit der Regierung in Bagdad Sicherheit und Stabilität in der Region garantieren wolle. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Corona-Krise sei Teheran laut Rohani auch bereit, sein Nachbarland langfristig mit Medikamenten zu versorgen.

    Auch Al-Kadhimi betonte, dass das wichtigste Ziel seines Besuchs in Teheran die Ausdehnung der bilateralen Beziehungen sei. Besonders angesichts der Corona-Krise und der niedrigen Ölpreise bräuchten die Nachbarstaaten eine enge Zusammenarbeit. Der irakische Ministerpräsident lobte auch Irans Zusammenarbeit mit seiner Regierung im Kampf gegen die sunnitische Terrormiliz Islamischer Staat.

    Für Al-Kadhimi ist der Besuch in Teheran die erste Auslandsreise seit seiner Ernennung im Mai. Während seines zweitägigen Aufenthalts wird der irakische Ministerpräsident auch den geistlichen Führer des Irans, Ajatollah Ali Chamenei, treffen.

    In beiden Staaten stellen die Schiiten die Bevölkerungsmehrheit. Nach dem Sturz des sunnitischen Machthabers Saddam Hussein im Irak hat sich der Iran einen starken Einfluss auf seinen Nachbarn gesichert.

    ac/mt/dpa

     

     

     

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    Krise, Coronavirus, Treffen, Hassan Rohani, Beziehungen, Zusammenarbeit, Irak, Iran