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    Präsidentenwahl in Weißrussland (111)
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    Die weißrussische Präsidentschaftskandidatin Swetlana Tichanowskaja hat die Gründung des Koordinationsrates für den friedlichen Machttransfer in Weißrussland angekündigt. Dies berichtet die Nachrichtenagentur RIA Novosti.

    Demnach äußerte Tichanowskaja auch ihre Bereitschaft dazu, einen Dialog mit den weißrussischen Behörden zu führen.

    „In den Rat können Vertreter der Zivilgesellschaft sowie bekannte und renommierte weißrussische Bürger eintreten. Ich beauftrage meine Vertraute Olga Kowalkowa sowie meinen Anwalt Maksim Znak damit, die Anmeldungen zur Aufstellung von Ratsmitgliedern zu registrieren“, hieß es in der Ansprache von Tichanowskaja.

    Zudem bedankte sich die weißrussische Präsidentschaftskandidatin bei den Menschen, die sie unterstützt hatten und appellierte an die Weltgemeinschaft und die europäischen Länder mit dem Ziel, „einen Dialog mit den weißrussischen Behörden aufzunehmen“.

    „Ich bin von den Weißrussen begeistert. Danke ihnen, meine Besten! Wir haben das Unmögliche geschafft. Wir haben gezeigt, dass wir die Mehrheit sind. Und dieses Land gehört uns, dem weißrussischen Volk und nicht einem Mann“, schloss Tichanowskaja.

    Präsidentschaftswahl in Weißrussland

    Die weißrussische Wahlkommission machte am Freitag die Endergebnisse der Präsidentschaftswahlen vom 9. August publik. Laut ihren Angaben bekam der seit 1994 regierende Alexander  Lukaschenko 80,1 Prozent der Stimmen, die führende Oppositionskandidatin Swetlana Tichanowskaja erhielt 10,12 Prozent. Allerdings erkennt sie die Niederlage nicht an: Nach Informationen ihres Wahlteams gewann sie die Wahl mit 70 bis 80 Prozent der Stimmen.

    Schon am Sonntagabend gingen landesweit Tausende Menschen auf die Straße. Die Demonstrationen waren nicht von den Behörden genehmigt. In der Hauptstadt Minsk errichteten Demonstranten Barrikaden aus Mülltonnen. Die Miliz, wie die Polizei in Weißrussland heißt, trieb die Protestierenden mit Tränengas, Wasserwerfern und Blendgranaten auseinander. Laut Angaben des Innenministeriums des Landes gibt es mindestens ein Todesopfer.

    Am 11. August wurde bekannt, dass die EU nach der Präsidentschaftswahl in Weißrussland, die von Protesten und Inhaftierungen geprägt war, neue Sanktionen gegen Minsk erwäge.

    ac/mt/sna

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    Transfer, Macht, Rat, Koordination, Opposition, Swetlana Tichanowskaja, Massenproteste, Präsidentschaftswahlen, Weißrussland