07:10 30 September 2020
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    Präsidentenwahl in Weißrussland (119)
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    Weißrusslands Präsident Alexander Lukaschenko befürchtet, dass die heikle Lage nach den Wahlen nicht nur für sein Land bedrohlich werden kann. 

    Deswegen will Lukaschenko mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin über die Situation sprechen, sagte er am Samstag.

    „Wir sehen, was in der Tiefe geschieht (...). Wir haben die Anleitungen für farbige Revolutionen gelesen.“ Und weiter: „Elemente einer ausländischen Einmischung haben sich bereits gezeigt.”

    Laut Lukaschenko bedeutet der „Schutz Weißrusslands” nun den Schutz des ganzen Unionsstaates (Russland und Weißrussland – Anm. d. Red.), denn es könnte „eine Welle überschwappen” – daher sein Wunsch, mit Putin zu reden.

    Neues zum Thema: Um 12:30 Uhr MESZ ist bekannt geworden, dass Lukaschenko und Putin ein Telefongespräch am Samstag geführt haben.

    Die weißrussische Wahlkommission machte am Freitag die Endergebnisse der Präsidentschaftswahlen vom 9. August publik. Laut ihren Angaben bekam der seit 1994 regierende Alexander Lukaschenko 80,1 Prozent der Stimmen, die führende Oppositionskandidatin Swetlana Tichanowskaja erhielt 10,12 Prozent. Allerdings erkennt sie die Niederlage nicht an: Nach Informationen ihres Wahlteams gewann sie die Wahl mit 70 bis 80 Prozent der Stimmen.

    Schon am Sonntagabend gingen landesweit Tausende Menschen auf die Straße. Die Demonstrationen waren nicht von den Behörden genehmigt. In der Hauptstadt Minsk errichteten Demonstranten Barrikaden aus Mülltonnen. Die Miliz, wie die Polizei in Weißrussland heißt, trieb die Protestierenden mit Tränengas, Wasserwerfern und Blendgranaten auseinander. Laut Angaben des Innenministeriums des Landes gab es mindestens ein Todesopfer.

    msch/sb/sna

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    Wladimir Putin, Alexander Lukaschenko, Weißrussland, Russland