06:16 03 Dezember 2020
SNA Radio
    Аusland
    Zum Kurzlink
    Präsidentenwahl in Weißrussland (124)
    2018811
    Abonnieren

    Weißrussland kann sich an die Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS) wenden, falls der Sicherheit des Landes eine Gefahr von außen drohen wird. Dies teilte der Pressesprecher der Organisation, Wladimir Zajnetdinow, mit.

    „Gemäß dem Artikel 4 des Vertrags über kollektive Sicherheit kann Weißrussland die Organisation um Hilfe bitten, falls dem Land eine Gefahr von außen droht“, sagte Zajnetdinow.

    Zuvor hatte Weißrusslands Präsident Alexander Lukaschenko mitgeteilt, dass er bei dem heutigen Telefongespräch mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin Hilfe für den Bedarfsfall vereinbart hätte. Gleichzeitig verwies Lukaschenko auf die Abkommen zwischen den beiden Ländern innerhalb der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS).

    Das Gespräch fand am Samstag auf Initiative von Minsk statt. Lukaschenko informierte Putin über die aktuelle Situation im Land nach der Präsidentschaftswahl. Zudem betonte Lukaschenko, dass er im Moment keine anderen Ziele außer der Aufrechterhaltung eines stabilen und unabhängigen Staates habe.

    Präsidentschaftswahl in Weißrussland

    Die weißrussische Wahlkommission machte am Freitag die Endergebnisse der Präsidentschaftswahlen vom 9. August publik. Laut ihren Angaben bekam der seit 1994 regierende Alexander  Lukaschenko 80,1 Prozent der Stimmen, die führende Oppositionskandidatin Swetlana Tichanowskaja erhielt 10,12 Prozent. Allerdings erkennt sie die Niederlage nicht an: Nach Informationen ihres Wahlkampfteams gewann sie die Wahl mit 70 bis 80 Prozent der Stimmen.

    Schon am Sonntagabend gingen landesweit Tausende Menschen auf die Straße. Die Demonstrationen waren nicht von den Behörden genehmigt. In der Hauptstadt Minsk errichteten Demonstranten Barrikaden aus Mülltonnen. Die Miliz, wie die Polizei in Weißrussland heißt, trieb die Protestierenden mit Tränengas, Wasserwerfern und Blendgranaten auseinander. Laut Angaben des Innenministeriums des Landes gibt es mindestens ein Todesopfer.

    Am 11. August wurde bekannt, dass die EU nach der Präsidentschaftswahl in Weißrussland, die von Protesten und Inhaftierungen geprägt war, neue Sanktionen gegen Minsk erwäge.

    ac/mt/sna

     

     

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren
    Themen:
    Präsidentenwahl in Weißrussland (124)

    Zum Thema:

    Wie Verbrecher behandelt? Quarantäne-Schreiben wegen harter Wortwahl in Kritik – Sputnik hakt nach
    Russischer Impfstoff darf dran, so Kommission von der Leyens - aber „nirgendwo in EU außer Ungarn“
    Auf Sexparty erwischt: Polizei löst Orgie in Brüssel auf – EU-Abgeordneter tritt zurück
    Tags:
    Hilfe, Telefonat, Wladimir, Alexander Lukaschenko, Proteste, Präsidentschaftswahl, Weißrussland