15:24 19 September 2020
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    Hunderttausende Montenegriner sind am Sonntag zur Parlamentswahl aufgerufen worden. Wegen der Corona-Pandemie gelten in den Wahllokalen besondere Schutzvorschriften.

    Bis 11 Uhr gaben laut dem Wahlforschungsinstitut Cemi mehr als 35,4 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab. Das seien um fast 15 Prozent mehr gewesen als zum gleichen Zeitpunkt bei der Parlamentswahl 2016. Damals hätten bis 11 Uhr 20,7 Prozent der Wahlberechtigten abgestimmt.

    Nach Cemi-Angaben sind 540.000 der rund 620.000 Staatsbürger Montenegros wahlberechtigt. Insgesamt 1217 Wahllokale sind von 7 bis 20 Uhr geöffnet. Neben der landesweiten Parlamentswahl wird in fünf Gemeinden – etwa im Tourismus-Hotspot Budva – auch für Vertreter lokaler Regierungsorgane abgestimmt.

    Anti-Corona-Maßnahmen

    Beim Wahlgang ist es erforderlich, einen Mundschutz zu tragen und Abstand zu halten. Desinfektionsmittel werden sowohl für die Hände als auch für Flächen verwendet. Wahlhelfer kommen zu Senioren und den sich in Krankenhäusern befindenden Patienten.

    In diesem Jahr – wie auch bei den vorigen Wahlen – findet keine Stimmabgabe in Botschaften und Konsulaten im Ausland statt.

    Ende der Djukanovic-Ära?

    Elf Parteien und eine Koalition kämpfen um 81 Sitze in der Skupština – dem montenegrinischen Parlament. Es gilt eine Sperrklausel von drei Prozent. Es ist nicht ausgeschlossen, dass die regierende Sozialistische Partei DPS unter Partei- und Staatschef Milo Djukanovic ihre drei Jahrzehnte währende Dominanz verliert.

    Laut der jüngsten Erhebung des Center for Democracy and Human Rights (CEDEM) sind 35,5 Prozent der befragten Montenegriner bereit, für die DPS abzustimmen. Weitere 12,5 Prozent sagten, sie würden für übliche Koalitionspartner der regierenden Partei votieren. Dies ist der insgesamt niedrigste Unterstützungswert für die regierende DPS seit 30 Jahren.

    mo/mt/sna

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