01:26 01 Dezember 2020
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    Der Vorschlag einer von Washington, D.C. beantragten Arbeitsgruppe, mehrere Statuen in der US-Hauptstadt zu entfernen, sind auf die Kritik von US-Präsident Donald Trump gestoßen. Das entsprechende Statement erschien auf der offiziellen Webseite des Weißen Hauses.

    Die Arbeitsgruppe wurde im Juli auf Anordnung der Bürgermeisterin Muriel Bowser vor dem Hintergrund von Anti-Rassismus-Protesten einberufen und schlug unter anderem vor, bestimmte Monumente zu entfernen, zu verlegen oder umzubenennen. Die Empfehlungen stützen sich laut dem Team auf Meinungsrecherchen.

    Die empfohlenen Maßnahmen beziehen sich laut der Arbeitsgruppe auch auf Wahrzeichen wie das Washington Monument – ein Marmorturm zu Ehren des ersten Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, George Washington – sowie Statuen von Christoph Kolumbus, den früheren US-Präsidenten Andrew Jackson und Thomas Jefferson und dem US-Staatsmann Benjamin Franklin.

    „Bewahren statt abreißen“

    „Präsident Donald Trump glaubt, dass diese Statuen bewahrt statt abgerissen, respektiert statt verachtet und an die nachfolgenden Generationen weitergegeben werden sollten“, hieß es in der Mitteilung von Dienstag (Ortszeit).

    Bowsers „rücksichtslose Vorschläge“ würden „absolut zu nichts führen“, solange Donald Trump im Weißen Haus bleibe. Die Bürgermeisterin sollte „beschämt“ darüber sein, dass sie diese Empfehlungen überhaupt zur weiteren Diskussion vorgeschlagen habe.

    Rassismus-Debatte in den USA

    Eine Welle von Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt erfasste US-amerikanische Städte nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd nach einem Polizei-Einsatz in Minneapolis (US-Bundesstaat Minnesota). Oft arten die Aktionen in Krawalle aus.

    Darüber hinaus wurde eine Debatte über die Erinnerungskultur des Landes ausgelöst. In mehreren Städten waren bei Protesten Statuen gestürzt worden, die historische Figuren darstellen, die mit Rassismus und Sklavenhandel in Verbindung gebracht werden.

    Es kam zu einer ungehemmten Abtragung von Denkmälern für Vertreter der Südstaaten im amerikanischen Bürgerkrieg von 1861 bis 1865. Selbst Denkmäler für Christoph Kolumbus blieben nicht verschont. Der italienische Entdecker wird von linken Aktivisten des Genozids an den Ureinwohnern Nordamerikas beschuldigt.

    mo/sb/sna

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