07:04 30 September 2020
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    Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba hat die Information über 200 Extremisten aus der Ukraine, die nach Weißrussland geschickt worden sein sollen, als „ein Erzeugnis der krankhaften Phantasie“ bezeichnet.

    Kuleba teilte auch mit, dass die Ukraine keine Umsturztätigkeit gegen Minsk führe oder jemals geführt habe.

    Am Mittwoch sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow gegenüber den Medien, dass Russland über nachgewiesene Informationen verfüge, dass die Ukraine die Lage in Weißrussland von außen destabilisiere.

    „Ganz kurz zum Thema Belarus: 200 ukrainische Extremisten, die unser Land angeblich nach Weißrussland schickte, ist ein Erzeugnis einer krankhaften Phantasie von jenen Personen, die solche Daten meinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow übermittelt haben“, schrieb Kuleba auf seinem Facebook-Account.
    „Russland selbst sagt, dass es einige seiner sogenannten Spezialisten nach Weißrussland geschickt hat. Die Versuche Russlands, seine grünen Männchen in Weißrussland als ukrainische Extremisten darzustellen, sind nur ein billiger Trick“, sagte Kuleba.

    Zuvor hatte Russlands Präsident Wladimir Putin bekannt, dass er eine Reserve der Sicherheitsbeamten rekrutiert hätte, die notfalls Weißrussland Hilfe leisten würde.

    Massenproteste in Weißrussland

    Die Massenproteste in Weißrussland hatten am 9. August nach der Präsidentschaftswahl begonnen, bei der sich Lukaschenko zum sechsten Mal in Folge zum Wahlsieger hatte ausrufen lassen. Nach Angaben der weißrussischen Wahlbehörde kam der seit 1994 regierende Lukaschenko auf 80,1 Prozent der Stimmen. Die führende Oppositionskandidatin Swetlana Tichanowskaja erhielt 10,12 Prozent.

    Allerdings erkennt sie ihre Niederlage nicht an: Laut ihrem Wahlkampfteam gewann sie die Wahl mit 70 bis 80 Prozent der Stimmen. Schon spät am Wahltag gingen landesweit Tausende Menschen auf die Straße. Die Demonstrationen waren nicht von den Behörden genehmigt.

    In der Hauptstadt Minsk errichteten Demonstranten Barrikaden aus Mülltonnen. Die Miliz (Polizei in Weißrussland - Anm. d. Red.) trieb zuerst nach eigenen Angaben die Protestierenden mit Tränengas, Wasserwerfern und Blendgranaten auseinander, verzichtete aber später auf solche Methoden.

    Baltische Länder verhängen Einreiseverbot für Lukaschenko

    Am 31. August hat Lettland die Einreise für 30 Bürger Weißrusslands verboten, darunter für den Präsidenten Alexander Lukaschenko und Angehörige seiner Administration. Laut dem Außenminister Edgars Rinkevics seien diese Personen für Betrug bei den Präsidentenwahlen und für Gewalt gegen „friedliche Demonstranten“ in Weißrussland verantwortlich. Auch Estland hat ein fünfjähriges Einreiseverbot für Lukaschenko und einige Beamte verhängt. Denselben Schritt unternahm auch Litauen.

    ac/mt/dpa

     

     

     

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    Tags:
    Sanktionen, Alexander Lukaschenko, Präsidentenwahl, Massenproteste, Dmitri Kuleba, Vorwürfe, Ukraine, Extremisten, Weißrussland