03:09 30 November 2020
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    Das Außenministerium Polens hat am Montag Mitteilungen über ein Telefongespräch zwischen Berlin und Warschau dementiert, in dem die Vergiftung Nawalnys angeblich als Fälschung bezeichnet worden war.

    Der Pressedienst des polnischen Außenministeriums sagte gegenüber RIA Novosti, Polen dementiere Mitteilungen Weißrusslands über ein Telefonat zwischen Warschau und Berlin, bei dem die Behörden der zwei Staaten angeblich zugegeben mussten, dass es keine Vergiftung von Nawalny gegeben habe. 

    Der Regierungssprecher Steffen Seibert hat sich am Montag während einer wöchentlichen Pressekonferenz der Bundesregierung in diesem Zusammenhang geäußert: „Wir haben schon letzte Woche gesagt, dass diese Behauptungen, die von Herrn Lukaschenko aufgestellt werden, selbstverständlich unwahr sind, und das Transkript dieses fiktiven Gesprächs, das man dann am Wochenende nachlesen konnte, hat unsere Meinung ganz sicherlich nicht geändert.”

    Warschau-Berlin-Gespräch: Nawalny nicht vergiftet? 

    In der vergangenen Woche hatte der Präsident von Belarus, Alexander Lukaschenko, den russischen Premierminister Michail Mischustin über das Abfangen eines Gesprächs zwischen Warschau und Berlin informiert, in dem es um den russischen Kreml-Kritiker Alexej Nawalny gegangen sein soll. 

    Dem weißrussischen Staatschef zufolge ist die Erklärung von Bundeskanzlerin Angela Merkel über Nawalnys Vergiftung eine Falschmeldung. 

    „Wir gehen davon aus, dass Warschau mit Berlin spricht, zwei Anrufer sind im Kontakt. Unsere radioelektronische Militäraufklärung hat das abgefangen. (...) Es ist deutlich erkennbar, dass es eine Fälschung ist“, sagte Lukaschenko. 

    „Es gab keine Vergiftung von Nawalny“, fügte er hinzu. 

    Fall Nawalny

    Der Kreml-Kritiker war am 20. August auf einem Flug in Russland plötzlich ins Koma gefallen und später auf Drängen seiner Familie in die Berliner Charité verlegt worden. Nach Angaben der Charité ist sein Gesundheitszustand weiter ernst.

    Die Bundesregierung sieht es nach Untersuchungen eines Spezial-Labors der Bundeswehr als zweifelsfrei erwiesen an, dass Nawalny mit dem militärischen Nervengift „Nowitschok“ vergiftet wurde. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sprach am Mittwoch von einem „versuchten Giftmord“.

    Russland ist nach Angaben von Kremlsprecher Dmitri Peskow zur allseitigen Zusammenarbeit mit Deutschland bezüglich der Situation um den russischen Blogger Alexej Nawalny bereit. Moskau weist aber darauf hin, dass Berlin bislang keine Antwort auf offizielle Anfragen gegeben und Moskau über seine Schlussfolgerungen nicht unterrichtet habe.

    ao/sb/sna

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    Tags:
    Telefonat, Dementi, Außenministerium, Polen