17:08 29 September 2020
SNA Radio
    Аusland
    Zum Kurzlink
    61035
    Abonnieren

    Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte hat am Montag in einer Erklärung die Versorgung des Landes mit Corona-Impfstoffen russischer und chinesischer Herstellung priorisiert.

    Duterte zeigte sich optimistisch, dass die Philippinen bis Dezember „zur Normalität” zurückkehren können, und knüpfte diese Hoffnung an die Verfügbarkeit von Impfstoffen.

    „Wir werden Russland und China den Vorzug geben, vorausgesetzt, ihr Impfstoff ist so gut wie jeder andere auf dem Markt”, sagte er in einer nächtlichen Fernsehansprache.

    Jeder Impfstoffkauf seitens der Philippinen müsse jedoch einem Ausschreibungsverfahren unterzogen werden, fügte Duterte hinzu.

    Zugleich kritisierte Duterte die Vorauszahlungen, die von westlichen Pharmaunternehmen gefordert werden: „Das Gute an China ist, dass man nicht betteln muss, man muss nicht flehen”, so der philippinische Staatschef. „Eines ist in den westlichen Ländern falsch – es geht alles um Profit, Profit, Profit.

    Er sagte, dass philippinische Gesetze der Regierung des Landes verbieten, etwas zu beschaffen, was noch entwickelt und produziert werden müsse:

    „Sie (westliche Pharmaunternehmen – Anm. d. Red.) wollen, dass ihr die Forschung und Verbesserung ihres Impfstoffs finanziert. „Sie wollen einen Vorschuss, bevor sie den Impfstoff liefern. Wenn das der Fall ist, werden wir alle sterben.”

    Die philippinische Regierung hat Gespräche mit einer Reihe potenzieller Impfstofflieferanten geführt, darunter Russland, China, der US-amerikanische Arzneimittelhersteller Pfizer und Moderna. Sie plant auch Gespräche mit dem australischen Biotech-Riesen CSL.

    Zuvor hatte Russland mit einer Reihe von Ländern die Lieferung von mehreren Millionen Dosen seines Impfstoffes „Sputnik V” vereinbart.

    Am 11. August hatte der russische Präsident Wladimir Putin mitgeteilt, dass Russland als erstes Land einen Impfstoff gegen das Coronavirus registriert hätte.

    Das Präparat mit dem Namen „Sputnik V” wurde vom Gamaleja-Institut für Epidemiologie und Mikrobiologie und dem Russischen Direktinvestitionsfonds entwickelt.

    „Sputnik V” ist eine Lösung für die intramuskuläre Infusion. Der Impfstoff soll in zwei Etappen mit einem Intervall von drei Wochen verabreicht werden. Diese Methode wird es laut dem russischen Gesundheitsministerium ermöglichen, eine Immunität zu bilden, die bis zu zwei Jahre anhalten soll.

    msch/rtr

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Jerewan: Türkisches Kampfflugzeug schießt Su-25 armenischer Luftwaffe ab – Ankara dementiert
    Fall Nawalny: Maas attackiert Russland vor UN-Vollversammlung
    Kreml: Erklärung über militärische Unterstützung für Armenien oder Aserbaidschan befeuert Konflikt
    Tags:
    Philippinen, China, Russland, Rodrigo Duterte, Corona-Impfstoff