18:33 28 Oktober 2020
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    Dem stellvertretenden Gesundheitsminister Weißrusslands, Dmitri Pinewitsch, zufolge hat im Lande die klinische Studie des russischen Corona-Impfstoffes „Sputnik V” begonnen.

    Zuvor hatten Minsk und Moskau die Teilnahme Weißrusslands an der dritten Phase der klinischen Studie des russischen Corona-Impfstoffs „Sputnik V” vereinbart. Im Zuge des Treffens mit dem weißrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko hatte der russische Staatschef Wladimir Putin den Auftrag gegeben, die erste Charge des vom Gamaleya-Forschungszentrum entwickelten Impfstoffes für Weißrussland vorzubereiten.

    „Die Untersuchung beginnt erst, wenn man sich mit dem Dossier bekannt macht und die Zentren bestimmt, wo das Verfahren laufen wird. Man kann bereits sagen, dass die Untersuchung schon begonnen hat“, sagte Pinewitsch.

    Allerdings betonte er, dass der Impfstoff an Freiwilligen noch nicht getestet werde. Dabei gab der weißrussische Gesundheitsminister bekannt, dass das Zentrum für Expertisen und Untersuchungen im Gesundheitswesen die maßgebende Rolle im Zuge der klinischen Studie spielen werde. Laut Pinewitsch sei die Wirksamkeit des Impfstoffs klinisch nachgewiesen, jedoch möchte Weißrussland mögliche Nebenwirkungen prüfen. 

    Der Gesundheitsminister teilte auch mit, dass die Verwendung des Impfstoffes nach dem Abschluss aller nötigen Untersuchungen erfolgen werde, wobei dies rund einen Monat in Anspruch nehmen könne. 

    „Sputnik V“

    Der russische Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus, der den Namen „Sputnik V“ erhielt, wurde der weltweit erste. Er wurde mit Unterstützung des russischen Direktinvestitionsfonds (RDIF) entwickelt. Experten zufolge wiesen alle Freiwilligen bei den klinischen Studien hohe Antikörpertiter aus. Es seien keine schwerwiegenden Komplikationen festgestellt worden, hieß es.

    Kirill Dmitriev, CEO des RDIF, sagte zuvor, dass der Fonds Kaufanfragen für insgesamt eine Milliarde Impfdosen aus mehr als 20 Ländern erhalten habe. Zudem habe Russland eine lokale Impfstoff-Produktion mit fünf Ländern vereinbart. Die vorliegenden Kapazitäten ermöglichen es, innerhalb eines Jahres 500 Millionen Impfdosen herzustellen.

    ac/mt/sna

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    Alexander Lukaschenko, Wladimir Putin, Treffen, Weißrussland, Tests, Corona-Impfstoff, Russland