00:53 30 Oktober 2020
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    Nach Angaben der deutschen Stiftung „Cinema for Peace“, die den Transport des russischen Kreml-Kritikers Alexej Nawalny nach Berlin organisierte, ist der Blogger noch „sehr schwach“.

    „Herr Nawalny ist sehr schwach und weder Cinema for Peace noch der Chef der Stiftung, Jaka Bizilj, sprechen über ihn. Unsere Mission zur Bereitstellung eines Rettungstransports ist zu Ende, und im Moment haben wir keine Pläne bezüglich einer Pressekonferenz“, sagte die Sprecherin der Stiftung.

    Die Stiftung weigerte sich, weitere Informationen über Nawalnys Zustand zur Verfügung zu stellen.

    Nawalny aus stationärer Behandlung entlassen

    Am Mittwoch hatte die Berliner Charité die Entlassung des russischen Kreml-Kritikers Alexej Nawalny aus der stationären Behandlung bekanntgegeben. Der Pressemitteilung zufolge war Nawalny noch am Dienstag entlassen worden.

    Sein Gesundheitszustand habe sich „so weit gebessert, dass die akutmedizinische Behandlung beendet werden konnte”, hieß es.

    Nawalny verbrachte in dem Krankenhaus insgesamt 32 Tage, davon 24 auf einer Intensivstation, denn er befand sich zunächst in einem künstlichen Koma.

    Alexej Nawalny beim Spaziergang in einem Berliner Park
    © REUTERS / Courtesy of Instagram @NAVALNY / Social Media

    Kurz darauf hatte Nawalnys Pressesprecherin Kira Jarmysch via Twitter mitgeteilt, dass der russische Blogger vorerst in Deutschland bleibe, da seine Behandlung noch nicht beendet sei.

    Fall Nawalny

    Der russische Blogger Alexej Nawalny hatte am 20. August auf einem Flug von Tomsk nach Moskau das Bewusstsein verloren, woraufhin das Flugzeug unverzüglich in Omsk landete. Er wurde in ein Omsker Krankenhaus gebracht und dort in ein künstliches Koma versetzt. Zwei Tage später wurde der 44-Jährige auf Drängen seiner Familie in die Berliner Universitätsklinik Charité verlegt.

    Die Bundesregierung hatte am 2. September nach Untersuchungen eines Spezial-Labors der Bundeswehr mitgeteilt, sie sehe es als zweifelsfrei erwiesen an, dass Nawalny mit einem chemischen Nervenkampfstoff der „Nowitschok“-Reihe vergiftet worden sei. Die Schlussfolgerungen deutscher Sachverständiger seien von Labors in Schweden und Frankreich bestätigt worden, hieß es weiter.

    Parallel dazu führt die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) auf Ersuchen Berlins eigene Untersuchungen durch. Der Kreml sagte diesbezüglich, dass Berlin Moskau nicht über seine Ergebnisse informiert habe. Das russische Außenministerium betonte wiederum, dass Russland auf eine Antwort Deutschlands auf die offizielle Anfrage warte.

    In einem Gespräch mit dem französischen Staatschef Emmanuel Macron soll der russische Präsident Wladimir Putin laut Angaben der Zeitung „Le Monde” die Vermutung zum Ausdruck gebracht haben, Nawalny könnte sich selbst vergiftet haben.

    ac/mt/sna

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    Entlassung, Berliner Charité, Berlin, Stiftung, Zustand, Alexej Nawalny