06:14 22 Oktober 2020
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    Angesichts der Messerattacke in der Nähe der ehemaligen Redaktion des Pariser Satiremagazins „Charlie Hebdo“ hat EU-Ratschef Charles Michel sein Mitgefühl zum Ausdruck gebracht.

    „Alle meine Gedanken sind bei den Opfern dieser feigen Gewalttat. Der Terror hat auf europäischem Boden keinen Platz“, twitterte der Belgier.

    Bei der Messerattacke im Osten von Paris seien nach Worten des französischen Regierungschefs Jean Castex zwei Journalisten verletzt worden. Ihr Leben sei nicht in Gefahr, sagte Castex am Freitag in der Nähe des Tatorts. Die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft hatte zuvor bestätigt, die Ermittlungen übernommen zu haben. Zwei Verdächtige wurden dabei festgenommen.

    Castex unterstrich den Willen der Regierung, „mit allen Mitteln gegen den Terrorismus zu kämpfen“. Der Angriff ereignete sich in unmittelbarer Nähe der früheren Redaktion des Satiremagazins „Charlie Hebdo“.

    Zudem wies der französische Regierungschef auf den laufenden Terrorismusprozess um die blutige Attacke auf die Zeitschrift im Januar 2015 hin, bei dem seit Monatsbeginn elf Angeklagte in Paris vor Gericht stehen.

    Schulen im Pariser Zentrum geschlossen

    Medienberichten zufolge wurden im Zentrum der Stadt mehrere Schulen und Krippen vorsichtshalber geschlossen. Der Bereich um den Tatort wurde von den Einsatzkräften komplett abgesperrt. Allerdings gab es nach Angaben der Reporter keine panikartigen Szenen, die Menschen beschwerten sich nur, dass sie nicht nach Hause konnten.

    Anschlag auf „Charlie Hebdo“

    Die Anschlagserie auf die Redaktion der Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ in Paris ereignete sich am 7. Januar 2015. Dabei waren insgesamt 17 Menschen getötet worden. Die Anschläge trafen nicht nur die Redaktion von „Charlie Hebdo“, sondern auch einen koscheren Supermarkt in Paris. Die drei Täter wurden damals von Sicherheitskräften erschossen.

    Seit Monatsbeginn läuft in Paris der Terrorismusprozess um diesen blutigen Anschlag. Dabei sind 14 Menschen angeklagt. Ihnen wird vorgeworfen, in unterschiedlicher Weise bei der Vorbereitung der Anschläge geholfen sowie einer terroristischen Vereinigung angehört zu haben. In den meisten Fällen drohen Haftstrafen von bis zu 20 Jahren. Beschuldigte sollen beispielsweise Waffen besorgt oder eine Unterkunft zur Verfügung gestellt haben. „Charlie Hebdo“ hatte zuletzt erneut Mohammed-Karikaturen veröffentlicht und ist daraufhin wieder bedroht worden.

    ac/mt/dpa

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    Tags:
    EU-Rat, EU, Charles Michel, Terror, Charlie Hebdo, Paris, Messerattacke, Angriff