15:53 30 Oktober 2020
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    Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin hat die Messerattacke in der Nähe der ehemaligen „Charlie Hebdo“-Redaktion als einen „islamistischen Terrorakt“ bezeichnet.

    Wie Darmanin am Freitagabend im französischen Fernsehen sagte, gebe es kaum Zweifel, dass es in weiterer „blutiger Angriff auf unser Land ist“.

    Er habe die Polizeipräfektur außerdem gebeten, zu überprüfen, warum die Bedrohung in dieser Straße unterschätzt worden sei - auch wenn die Redaktion dort seit mehreren Jahren nicht mehr ihren Sitz habe.

    Bei der Messerattacke im Osten von Paris seien nach Worten des französischen Regierungschefs Jean Castex zwei Journalisten verletzt worden. Ihr Leben sei nicht in Gefahr, sagte Castex am Freitag in der Nähe des Tatorts. Dabei geht es um eine Mitarbeiterin und einen Mitarbeiter der Produktionsfirma Premières Lignes, die unter anderem für den Sender France 2 arbeitet. Kurz nach dem Vorfall wurden zwei Verdächtige von der Polizei festgenommen.

    Fünf weitere Verdächtige verhaftet

    Später berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Justizkreise von fünf weiteren Festnahmen. Die Männer seien bei der Durchsuchung einer Wohnung in Pantin bei Paris festgenommen worden. Damit befinden sich nun sieben Verdächtige in Polizeigewahrsam.

    Nach Angaben des französischen TV-Senders BFMTV soll der Hauptverdächtigte des Angriffs seine Schuld bereits gestanden haben. Der Mann ist demnach offenbar 18 Jahre alt. Er sei Berichten zufolge pakistanischer Abstammung.

    Anschlag auf „Charlie Hebdo“

    Die Anschlagserie auf die Redaktion der Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ in Paris ereignete sich am 7. Januar 2015. Dabei waren insgesamt 17 Menschen getötet worden. Die Anschläge trafen nicht nur die Redaktion von „Charlie Hebdo“, sondern auch einen koscheren Supermarkt in Paris. Die drei Täter wurden damals von Sicherheitskräften erschossen.

    Seit Monatsbeginn läuft in Paris der Terrorismusprozess um diesen blutigen Anschlag. Dabei sind 14 Menschen angeklagt. Ihnen wird vorgeworfen, in unterschiedlicher Weise bei der Vorbereitung der Anschläge geholfen sowie einer terroristischen Vereinigung angehört zu haben. In den meisten Fällen drohen Haftstrafen von bis zu 20 Jahren. Beschuldigte sollen beispielsweise Waffen besorgt oder eine Unterkunft zur Verfügung gestellt haben. „Charlie Hebdo“ hatte zuletzt erneut Mohammed-Karikaturen veröffentlicht und ist daraufhin wieder bedroht worden.

    ac/mt/dpa/sna

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    Terrorakt, Frankreich, Innenminister, Charlie Hebdo, Journalisten, Messerattacke, Paris