05:14 22 Oktober 2020
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    Ungarn ist Ziel eines großangelegten Cyberangriffs geworden. Dies gab der Telekom-Konzern Magyar Telekom am Samstag bekannt.

    Finanzinstitute und Teile der Telekomnetzinfrastruktur wurden demnach am Donnerstag von Computerservern in Russland, China und Vietnam aus angegriffen. Die Attacke sei in mehreren Wellen erfolgt.

    Finanzinstitute getroffen

    Einige Finanzinstitute hätten wegen der Störungen Teile ihrer Dienste unterbrechen müssen. Auch das Netz von Magyar Telekom sei in bestimmten Gegenden von Budapest gestört worden, ehe die Attacke abgewehrt werden konnte.

    Bei dem sogenannten DDoS-Angriff hätten Hacker versucht, ein Netzwerk mit ungewöhnlich hohem Datenverkehrsaufkommen zu überlasten, um es lahmzulegen. Magyar Telekom zufolge war das Volumen der Attacke zehnmal höher als bei üblichen DDoS-Angriffen.

    „Das bedeutet, dass dies einer der größten Hackerangriffe in Ungarn überhaupt war, sowohl in seiner Größe als auch in seiner Komplexität.“

    Nach Ansicht des Telekomkonzerns stecken hinter dem Angriff russische, chinesische und vietnamesische Hacker.

    Moskau schlägt Konsultationen zur Cybersicherheit vor

    Laut früheren Mitteilungen des russischen Außenamtes schlug Moskau sowohl Berlin als auch Washington und London vor, den Dialog mit dem Westen über Cybersicherheit wiederaufzunehmen.

    Vor einer Woche erklärte der Außenminister Sergej Lawrow gegenüber der Agentur RIA Novosti, dass in Russland viele Hackerattacken auf lebenswichtige Ressourcen registriert worden seien. Dem Direktor des Gamaleya-Forschungszentrums, Alexander Ginzburg, zufolge wurde das Institut von Hackern angegriffen, als es an dem Corona-Impfstoff „Sputnik V“ gearbeitet habe.

    mo/mt/rtr/sna

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