05:08 22 Oktober 2020
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    Sechs Jahre nach dem Verschwinden von 43 Studenten im Südwesten von Mexiko hat die Regierung des Landes weitere Ermittlungen versprochen.

    „Wir dürfen die Hoffnung nicht aufgeben“, sagte Präsident Andrés Manuel López Obrador am Samstag.

    Zuletzt gab es eine Reihe neuer Ermittlungsansätze. Wie der Staatssekretär für Menschenrechte im Innenministerium, Alejandro Encinas, mitteilte, würden die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen.

    Angehörige der Opfer hatten bereits am Vortag vor der Generalstaatsanwaltschaft in Mexiko-Stadt eine "Mauer des Gedenkens" mit den Fotos der Vermissten errichtet. Das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte erkannte Fortschritte bei den Ermittlungen an, forderte die Behörden aber auch dazu auf, ihre Anstrengungen noch einmal zu verstärken. Zuletzt wurden mehrere Verdächtige freigelassen, weil sie in der Haft gefoltert worden waren.

    Massenentführung 2014

    In der Nacht zum 27. September 2014 waren im Bundesstaat Guerrero 43 Studenten des Lehrerseminars Ayotzinapa von Polizisten verschleppt und dem Verbrechersyndikat Guerreros Unidos übergeben worden. Offiziellen Ermittlungen zufolge wurden die jungen Männer getötet und auf einer Müllkippe verbrannt. Unabhängige Untersuchungen ziehen diese Version allerdings in Zweifel. Bislang wurden lediglich die Knochen von zwei Opfern gefunden. Die Hintergründe dieser Tat sind bislang ungeklärt geblieben. Bis heute wurde auch niemand im Zusammenhang mit dem Geschehen verurteilt.

    ac/mt/dpa

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    Tags:
    Ermittlungen, Tod, Studenten, Entführung, Mexiko