05:25 20 Oktober 2020
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    Nach Angaben des französischen Präsidenten Emmanuel Macron haben sich dschihadistische Kämpfer aus Syrien auf den Weg nach Bergkarabach gemacht, um dort an den Gefechten teilzunehmen. Dies teilte der französische Staatschef vor dem Beginn des EU-Gipfels in Brüssel mit.

    „Die Situation in der Region Bergkarabach ist kompliziert. Ich möchte auch ganz klar sagen, dass wir über Informationen verfügen, die darauf hindeuten, dass die Mitglieder dschihadistischer Terrormilizen das Operationsgebiet in Syrien verlassen haben, um sich an Kamphandlungen im Konflikt um Bergkarabach zu beteiligen“, sagte Macron.

    Zudem betonte der französische Präsident, dass dies ein „neuer und sehr ernsthafter“ Faktor sei, welcher laut Macron im Zuge des anstehenden EU-Gipfels besprochen werde.

    Am Donnerstag teilte auch die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, mit, dass Moskau über Informationen bezüglich der syrischen Söldner in Bergkarabach verfüge.

    „Wir haben diese Daten, dies sind Informationen, über die wir jetzt verfügen. Darum haben Sie in diesem Fall Recht – sie sind auch in den Massenmedien zu sehen, aber als wir gestern den entsprechenden Kommentar auf unserer Webseite veröffentlichten, verfügten wir natürlich auch über eigene Erkenntnisse, Fakten und Informationen“, sagte Sacharowa im Zuge eines Briefings.

    Am Mittwoch hatte das russische Außenministerium seine Besorgnis über die Verlegung der Mitglieder etlicher Terrormilizen in die Region Bergkarabach geäußert und die Behörden der beteiligten Länder dazu aufgerufen, Maßnahmen gegen eine mögliche Teilnahme ausländischer Terroristen an Kampfhandlungen zu treffen.

    Lage in Bergkarabach

    Die Situation um Bergkarabach hatte sich am 27. September zugespitzt. Baku und Jerewan machen sich gegenseitig für die Verschärfung der Lage verantwortlich. Armenien rief wegen der Zuspitzung den Kriegszustand und eine allgemeine Mobilmachung aus. Das aserbaidschanische Parlament beschloss ebenfalls, in einigen Städten und Regionen das Kriegsrecht auszurufen. Auf beiden Seiten gibt es inzwischen Tote zu beklagen. Die Gefechte dauern an.

    Die Türkei erklärte ihre Bereitschaft, Aserbaidschan im Bergkarabach-Konflikt sowohl am Verhandlungstisch als auch auf dem Gefechtsfeld zu unterstützen. Nach Ansicht der Türkei hält Armenien seit Jahrzehnten aserbaidschanisches Land besetzt.

    Moskau reagierte darauf umgehend und betonte, dass jegliche Erklärungen über eine militärische Unterstützung für Armenien oder Aserbaidschan den Bergkarabach-Konflikt nur befeuern würden. Laut Kreml-Sprecher Dmitri Peskow lehnt Russland diesen Ansatz entschieden ab. Auch im Rahmen des Militärbündnisses OVKS zwischen Russland und Armenien als Bündnispartner ziehe Russland derzeit keine militärische Unterstützung in Erwägung.

    ac/mt/sna

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    Russland, Außenministerium, Gefechte, Teilnahme, Syrien, Dschihadisten, Bergkarabach-Konflikt, Emmanuel Macron