06:46 23 Oktober 2020
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    Der Leibarzt von Donald Trump gibt keine Entwarnung für den Gesundheitszustand des US-Präsidenten trotz „erheblicher” Fortschritte seit der Corona-Diagnose.

    „Während er noch nicht über den Berg ist, bleibt das Team vorsichtig optimistisch”, erklärte der Arzt Sean Conley in einem in der Nacht zum Sonntag veröffentlichten Update. 

    Trump gehe es weiterhin gut, er habe kein Fieber und brauche keinen zusätzlichen Sauerstoff. Er habe am Samstag gearbeitet und sich ohne Schwierigkeiten in seinem Quartier im Krankenhaus bewegt.

    Trump selbst verwies darauf, dass die nächsten Tage über den Krankheitsverlauf entscheiden würden. „Ich fange an, mich wieder gut zu fühlen”, sagte er in einer neuen Videobotschaft aus dem Krankenhaus am Samstag. Man wisse aber nicht, wie es in den kommenden Tagen laufen werde. Dann komme „die wahre Prüfung” – „wir werden sehen, was passiert”. Zugleich gab sich der Präsident zuversichtlich: „Ich denke, ich werde bald zurück sein.

    Trumps Stabschef Mark Meadows bestätigte unterdessen, dass die Coronavirus-Infektion bei Trump einen schwereren Verlauf genommen hatte als zunächst dargestellt.

    „Gestern waren wir wirklich besorgt”, sagte Meadows am Samstagabend im TV-Sender Fox News. „Er hatte Fieber, die Sauerstoffsättigung seines Bluts war rapide gefallen.”

    Nach Medienberichten wurde Trump am Freitag in Weißen Haus zusätzlicher Sauerstoff zugeführt, bevor er in die Walter-Reed-Klinik in einem Vorort Washingtons geflogen wurde. Das Weiße Haus hatte am Freitag noch betont, dass Trump nur leichte Erkrankungssymptome habe und nur als Vorsichtsmaßnahme in die Klinik gebracht worden sei. Trump wurde nach Angaben des Weißen Hauses am Donnerstag positiv auf das Coronavirus getestet.

    Zugleich verteidigte Trump seine Vorgehensweise in den vergangenen Monaten, in denen er viele öffentliche Auftritte und Wahlkampfreisen absolvierte – und dabei oft auf Vorsichtsmaßnahmen wie das Tragen einer Maske verzichtete. „Ich hatte keine Wahl, ich konnte nicht einfach nur im Weißen Haus bleiben”, sagte er. „Als Anführer muss man Probleme angehen.”

    Solange Trump als Wahlkämpfer ausfällt, sollen seine Kinder und Vizepräsident Mike Pence für ihn einspringen. Trumps Wahlkampfteam rief dafür am Wochenende die „Operation MAGA” aus – in Anlehnung an das Motto „Make America Great Again”, mit dem es Trump vor vier Jahren ins Weiße Haus geschafft hatte. Er war zuletzt mehrmals pro Woche zu Events in verschiedenen Städten geflogen.

    Pence soll nun am 8. Oktober einen ersten Wahlkampfauftritt für Trump in Peoria im Bundesstaat Arizona absolvieren.

    msch/dpa

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    Tags:
    Coronavirus, Donald Trump