18:35 19 Oktober 2020
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    Aserbaidschan hat einen Aufruf von Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) zum Einlenken im Konflikt um die Unruheregion Berg-Karabach kritisiert. Der Appell sei sehr bedauerlich, erklärte das Außenministerium der ehemaligen Sowjetrepublik am Donnerstag in der Hauptstadt Baku.

    Aufrufe zu einem einseitigen Waffenstillstand seien nicht hilfreich. Stattdessen müsse Armenien unter Druck gesetzt werden.

    ​Die neuen Gefechte zwischen den verfeindeten Nachbarn Armenien und Aserbaidschan haben international große Sorge ausgelöst. Maas hatte Aserbaidschan im Bundestag am Mittwoch aufgerufen, einer Waffenruhe zuzustimmen. Andernfalls müsse die EU den Druck auf das Land erhöhen.

    ​Armenien hatte sich zu Verhandlungen bereit erklärt. Aserbaidschan hält Gespräche jedoch nur nach einem Ende der Kämpfe und Aufgabe Armeniens für möglich.

    Eskalation im Südkaukasus

    Am 27. September hat sich die Situation in Bergkarabach zugespitzt. Zwischen Armenien und Aserbaidschan kam es zu schweren militärischen Auseinandersetzungen, die seitdem andauern. Auf beiden Seiten gibt es inzwischen Tote und Verletzte zu beklagen. Baku und Jerewan machen sich gegenseitig für die Verschärfung der Lage verantwortlich. Armenien rief wegen der Zuspitzung den Kriegszustand und eine allgemeine Mobilmachung aus. Das aserbaidschanische Parlament beschloss ebenfalls, in einigen Städten und Regionen das Kriegsrecht auszurufen.

    ai/dpa/sna

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    Tags:
    Bergkarabach-Konflikt, Heiko Maas, Deutschland, Armenien, Aserbaidschan