18:32 19 Oktober 2020
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    Aserbaidschan und Armenien haben unter Vermittlung Russlands einen Waffenstillstand in der Konfliktregion Berg-Karabach vereinbart. Dies teilten die Außenminister der drei Staaten am frühen Samstagmorgen mit.

    Der Waffenstillstand gilt seit 12 Uhr (Ortszeit) am 10. Oktober und soll den Seiten erlauben, Kriegsgefangene und Gefallene unter Vermittlung des Roten Kreuzes auszutauschen. Zusätzliche Bedingungen werden später bestimmt.

    Aserbaidschan und Armenien legten außerdem die Aufnahme von „substantiven Verhandlungen” fest, um den Konflikt schnellmöglichst friedlich zu lösen.

    Die Verhandlungen der Außenminister wurden in Moskau durchgeführt und dauerten mehr als zehn Stunden. 

    Eskalation in Berg-Karabach

    Der aserbaidschanische Präsident Ilcham Alijew
    © Sputnik / Pressedienst des aserbaidschanischen Präsidenten
    Am 27. September hat sich die Situation in der selbsterklärten Republik Berg-Karabach zugespitzt. Zwischen Armenien und Aserbaidschan kam es zu schweren militärischen Auseinandersetzungen, die seitdem andauern. Auf beiden Seiten gibt es inzwischen Tote und Verletzte zu beklagen. Baku und Jerewan machen sich gegenseitig für die Verschärfung der Lage verantwortlich. Armenien rief wegen der Zuspitzung den Kriegszustand und eine allgemeine Mobilmachung aus. Das aserbaidschanische Parlament beschloss ebenfalls, in einigen Städten und Regionen das Kriegsrecht auszurufen.

    Am 8. Oktober lud der russische Präsident, Wladimir Putin, die Außenminister beider Länder nach Moskau ein, um einen Waffenstillstand zu beschließen.

    msch/sna/ae

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