08:26 23 Oktober 2020
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    Dem armenischen Präsidenten Armen Sarkissjan zufolge sind Verhandlungen zur Situation in der Region um Bergkarabach ein alternativloses Mittel der friedlichen Beilegung des Konflikts.

    „Nach zwei Wochen schwerer Kämpfe hat die Republik Arzach (eine andere Bezeichnung von Karabach – Anm. d. Red.) gezeigt, dass sie unbesiegbar in Kämpfen mit Aserbaidschan, der Türkei und den in die Region verlegten islamistischen Terrormilizen ist. Es gibt keine andere Entscheidung außer Gesprächen im Namen der Zukunft von Bergkarabach und der ganzen Region“, wird Sarkissjan von seinem Pressedient zitiert.

    Wie Sarkissjans Pressedienst ferner mitteilte, habe der armenische Präsident die Rolle Russlands bei der Beilegung des Konflikts sehr hoch eingeschätzt.

    Waffenstillstand in Bergkarabach beschlossen

    Am Freitag hatten auf Initiative des russischen Präsidenten Wladimir Putin in Moskau Beratungen zwischen den Außenministern Russlands, Armeniens und Aserbaidschans zu der Lage in der Region Bergkarabach stattgefunden. Die Gespräche hatten mehr als zehn Stunden gedauert und waren damit die längsten Verhandlungen in den letzten 20 Jahren.

    Als Ergebnis dieser Gespräche wurde ein Waffenstillstand in der Konfliktregion um Bergkarabach vereinbart. Dieser gilt seit 12 Uhr (Ortszeit) am 10. Oktober und soll den Seiten erlauben, Kriegsgefangene und Gefallene unter Vermittlung des Roten Kreuzes auszutauschen. Zusätzliche Bedingungen werden später bestimmt.

    Am Samstag rief auch UN-Generalsekretär António Guterres die Konfliktparteien dazu auf, die Waffenruhe einzuhalten und möglichst schnell deren Details auszuarbeiten.

    Eskalation im Südkaukaukasus

    Am 27. September hatte sich die Situation in der selbsterklärten Republik Berg-Karabach zugespitzt. Zwischen Armenien und Aserbaidschan kam es zu schweren militärischen Auseinandersetzungen, die seitdem andauern. Auf beiden Seiten gibt es inzwischen Tote und Verletzte zu beklagen. Baku und Jerewan machen sich gegenseitig für die Verschärfung der Lage verantwortlich. Armenien rief wegen der Zuspitzung den Kriegszustand und eine allgemeine Mobilmachung aus. Das aserbaidschanische Parlament beschloss ebenfalls, in einigen Städten und Regionen das Kriegsrecht auszurufen.

    Am 8. Oktober lud der russische Präsident Wladimir Putin die Außenminister beider Länder nach Moskau.

    ac/sb/sna

     

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    Tags:
    Waffenstillstand, Präsident, Armenien, Verhandlungen, Lösung, Bergkarabach-Konflikt