05:47 27 Oktober 2020
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    Im Jahr 2020 sind bisher rund 12.300 Flüchtlinge und Migranten nach Griechenland gelangt und damit 73 Prozent weniger als im Vorjahr. Dies teilte der stellvertretende griechische Migrationsminister Notis Mitarakis am Montag mit.

    Laut Mitarakis sind im gleichen Zeitraum im Vorjahr fast 45.000 Menschen in Griechenland angekommen.

    In den ersten neun Monaten 2020 sei außerdem die Anzahl der Asylentscheide im Jahresvergleich um 82 Prozent gestiegen. Die konservative griechische Regierung hatte zuvor Gesetze erlassen, um die Asylverfahren zu beschleunigen. Laut Mitarakis stehen aktuell rund 3150 Übersiedlungen von Flüchtlingen in andere EU-Länder aus.

    Zudem kündigte Mitarakis Pläne an, auf den griechischen Inseln Kos, Samos und Leros geschlossene Zentren für Migranten zu errichten, die von der Türkei zu den Inseln übersetzen. Auf Lesbos, wo derzeit knapp 8000 Menschen in einem provisorischen Zeltlager leben, soll eine neue Struktur im Sommer 2021 den Betrieb aufnehmen.

    Das ursprüngliche Flüchtlingslager Moria war im September bei einem Großbrand fast völlig zerstört worden. Für die Flüchtlinge wurde damals ein provisorisches Zeltlager errichtet, das jedoch bei den ersten herbstlichen Regenfällen zum Teil bereits von Schlamm und Wasser überflutet worden war. Mitarakis zufolge stellte die EU schon 5,5 Millionen Euro für Hochwasser-Maßnahmen zur Verfügung.

    ac/ae/dpa

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    Bau, Flüchtlingslager, Rückgang, Flüchtlingszustrom, Griechenland